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AMD läutet Ende der AGESA-Ära ein: openSIL erstmals auf Desktop getestet

AMDs neue Open-Source-Firmware openSIL wurde erstmals auf einem MSI PRO B850-P Mainboard getestet. Der Nachfolger von AGESA soll mit Zen 6 offiziell starten.


13.02.2026 20:42|0|28|Google News
AMD läutet Ende der AGESA-Ära ein: openSIL erstmals auf Desktop getestet

AMDs neues openSIL-Framework (open Silicon Initialization Library), das die langjährige AGESA-Architektur ersetzen soll, wurde erstmals auf einem Consumer-Mainboard getestet. Das polnische Beratungsunternehmen 3mdeb konnte openSIL experimentell auf einem MSI PRO B850-P in Betrieb nehmen.

AMD läutet Ende der AGESA-Ära ein: openSIL erstmals auf Desktop getestet

Erster Test auf dem MSI PRO B850-P

Zur Erinnerung: AGESA dient als Bibliothekssatz für die Initialisierung und das erste Laden von AMD-Prozessoren. In Zukunft wird es jedoch durch openSIL abgelöst, wofür nun der erste konkrete Schritt unternommen wurde. Die neue Studie ist derzeit nur als „Experiment“ zu verstehen. Das bedeutet, dass es sich noch nicht um eine stabile, für Produktionssysteme geeignete Version handelt. Dennoch wurde für Entwickler eine wichtige Schwelle überschritten.


OpenSIL, das voraussichtlich mit der Zen-6-Generation offiziell eingeführt wird, zielt darauf ab, den Low-Level-Initialisierungsprozess neu zu gestalten, der grundlegende Komponenten wie CPU, Speicher und Chipsatz während der Boot-Phase aktiviert. Diese Schicht kommuniziert direkt mit übergeordneten Firmware-Strukturen wie UEFI oder Coreboot.

Die Tatsache, dass AGESA jahrelang ein geschlossenes Quellformat war, führte immer wieder zu Kritik hinsichtlich Sicherheitsprüfungen und unabhängiger Fehlerbehebung. Mit openSIL wird der Code für die Silizium-Initialisierung quelloffen (Open Source), was Entwicklern die Möglichkeit gibt, diese kritische Schicht zu untersuchen und zu verbessern. Darüber hinaus gibt AMD an, dass openSIL im Vergleich zu AGESA modularer und leichtgewichtiger sein wird und so konzipiert ist, dass es mit verschiedenen Firmware-Frameworks zusammenarbeiten kann, ohne nur an UEFI gebunden zu sein.


Die Arbeit von 3mdeb wird innerhalb des Coreboot-Ökosystems durchgeführt. Das Team adaptiert den Desktop-Bereich auf Basis der openSIL-Codes, die zuvor für Server-Mainboards zur Unterstützung der AMD Epyc 9005 „Turin“-Prozessoren veröffentlicht wurden.


Natürlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, von einem praktischen Nutzen für den Endanwender zu sprechen. Die Unterstützung auf dem MSI PRO B850-P ist noch nicht vollständig abgeschlossen, und die Systemstabilität befindet sich in einer frühen Testphase.

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