Das Warten auf die neue Siri-Generation, die im Zentrum der 2024 angekündigten Apple Intelligence-Vision steht, verlängert sich. Berichten zufolge wurde das umfassende, KI-basierte Siri-Update aufgrund jüngster Probleme in der Testphase erneut verschoben.
Das Warten geht weiter
Die neuen Funktionen, deren Veröffentlichung ursprünglich für März mit dem Update iOS 26.4 geplant war, sollen nun schrittweise ausgerollt werden. Laut internen Quellen könnten einige Funktionen frühestens im Mai mit iOS 26.5 erscheinen, während umfassendere Neuerungen bis zur Version iOS 27 im September auf sich warten lassen könnten.
Apple hatte die neue Siri erstmals im Juni 2024 vorgestellt und demonstriert, dass der digitale Assistent durch das Verständnis persönlicher Daten und Bildschirminhalte wesentlich fortschrittlichere Antworten geben kann. Zudem war geplant, dass Nutzer sowohl Apple-Apps als auch Drittanbieter-Anwendungen detailliert per Sprachbefehl steuern können. All diese Neuerungen sollten eigentlich bis Anfang 2025 bereit sein.
Im Frühjahr letzten Jahres verschob das Unternehmen den Start jedoch auf 2026. Intern war der Termin im März 2026 mit der Version iOS 26.4 verknüpft. Dennoch traten in den Tests der letzten Wochen neue Probleme auf.
Probleme in der Testphase aufgetreten
Quellen aus dem Testprozess berichten, dass Siri einige Anfragen nicht korrekt verarbeiten kann und die Antwortzeit in manchen Fällen länger als erwartet ist. Zudem wurden Genauigkeitsprobleme und Verzögerungen bei komplexen Anfragen gemeldet.
Ein weiteres auffälliges Problem ist, dass Siri trotz der neuen Infrastruktur zeitweise auf die bestehende OpenAI ChatGPT-Integration zurückgreift, anstatt Apples eigene Technologie zu nutzen.
Eines der am stärksten verzögerungsgefährdeten Features sind Siris neue Fähigkeiten für einen tieferen Zugriff auf persönliche Daten. In internen iOS 26.5-Versionen gibt es eine Einstellungsoption, die es Mitarbeitern ermöglicht, diese Funktion als „Vorschau“ zu aktivieren. Dies deutet darauf hin, dass Apple erwägt, zunächst eine unvollständige oder nicht ganz stabile Version mit einem „Beta-ähnlichen“ Label anzubieten.
Ein weiterer verzögerter Bereich sind die fortschrittlichen App-Befehle, auch bekannt als „App-Intents“. Dieses System soll komplexe, mehrstufige Vorgänge wie das Finden, Bearbeiten und Versenden eines Bildes an eine bestimmte Person mit einem einzigen Sprachbefehl ermöglichen. Tester berichten, dass die grundlegende Unterstützung zwar vorhanden sei, das System jedoch nicht in jedem Szenario zuverlässig funktioniere.
Linwood und Apple Foundation Models
Die runderneuerte Siri basiert auf einer völlig neuen Architektur. Diese intern als „Linwood“ bezeichnete Infrastruktur baut auf Apples Large-Language-Model-Plattform Apple Foundation Models auf. Es heißt, dass die Plattform mittlerweile auch Technologien integriert, die vom Gemini-Team von Google übernommen wurden.
In den getesteten iOS 26.5-Versionen befinden sich zudem zwei weitere, noch nicht offiziell angekündigte Features: ein neues Web-Suchtool und eine benutzerdefinierte Bildgenerierung. Die Web-Suche funktioniert ähnlich wie Perplexity oder Gemini innerhalb der Google-Suche. Die Bildgenerierungsfunktion nutzt dieselbe Engine wie Apples Image Playground-App.
Fokus auf iOS 27
Apples größeres Ziel ist ein völlig neu gestaltetes Siri-Erlebnis, das mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 eingeführt werden soll. Dieses intern unter dem Codenamen „Campo“ geführte Projekt zielt darauf ab, Siri von einem klassischen digitalen Assistenten in eine Chat-Schnittstelle ähnlich wie ChatGPT oder Gemini zu verwandeln.
Es wird angegeben, dass dieses neue System durch ein fortschrittlicheres, spezielles Gemini-Modell unterstützt wird, das auf Google-Servern läuft. Apple testet zudem eine eigenständige Siri-App, in der vergangene Konversationen verwaltet werden können.
Eines der wichtigsten Elemente der Benutzeroberfläche der nächsten Generation wird die Fähigkeit sein, systemweite Funktionen zu steuern und auf persönliche Daten wie Dateien zuzugreifen. Es wird erwartet, dass die neue Siri-Engine auch in Apples Kern-Apps wie Mail, Kalender und Safari zum Einsatz kommt.





