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Chinas Gegenschlag: Verbot für US-Software und Nvidia-Chips

China verschärft den Technologiekonflikt durch ein Verbot von US-Sicherheitssoftware und den Importstopp für Nvidia H200 KI-Chips.


15.01.2026 18:10|0 Kommentare|178
Chinas Gegenschlag: Verbot für US-Software und Nvidia-Chips

Die chinesischen Behörden haben zwei entscheidende Schritte gegen amerikanische Technologieunternehmen unternommen, indem sie sowohl Cybersicherheitssoftware verboten als auch den Import von Nvidias KI-Chips blockierten. Diese am Mittwoch getroffenen Entscheidungen umfassen die Einstellung der Nutzung von Software von rund einem Dutzend US-amerikanischen und israelischen Unternehmen sowie die Sperrung der Einfuhr von NVIDIA H200 KI-Chips. Nach dieser doppelten Restriktion fielen die Aktien der betroffenen Unternehmen, was zu starken Verkäufen an den Technologiebörsen führte.

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Laut Reuters-Quellen haben chinesische Beamte lokale Unternehmen angewiesen, die Nutzung von Software von US-Firmen wie VMware (Broadcom), Palo Alto Networks und Fortinet sowie des israelischen Unternehmens Check Point Software Technologies einzustellen. Es wird berichtet, dass die Behörden besorgt sind, dass diese Software vertrauliche Informationen sammeln und ins Ausland übertragen könnte. Ein von Bloomberg News eingesehenes Regierungsdokument besagt, dass Organisationen diese Produkte bis zur ersten Jahreshälfte 2026 identifizieren und durch einheimische Alternativen ersetzen müssen.

Chinas Gegenschlag: Verbot für US-Software und Nvidia-Chips

Die Auswirkungen auf die Märkte waren gravierend. Die Aktien von Broadcom fielen um mehr als 4 %, während auch die Papiere von Palo Alto Networks und Fortinet an Wert verloren. Die betroffenen Unternehmen unterhalten Büros in ganz China; Broadcom ist an sechs, Palo Alto an fünf und Fortinet an drei Standorten tätig. Ihre Marktpräsenz wird durch diese Entscheidungen unmittelbar beeinträchtigt.

Gleichzeitig wurde den chinesischen Zollbehörden Berichten zufolge befohlen, die Einfuhr von Nvidias H200 KI-Chips zu verhindern. Dieser Schritt erfolgte nur einen Tag, nachdem die Trump-Regierung den Export des H200 unter neuen Sicherheitsbedingungen offiziell genehmigt hatte. Mit der Angelegenheit vertraute Quellen geben an, dass die von den Behörden gewählte Wortwahl sehr scharf sei, was derzeit einem faktischen Verbot gleichkomme.

Chinas Gegenschlag: Verbot für US-Software und Nvidia-Chips

Chinesische Tech-Giganten wie Alibaba, Tencent und ByteDance haben bekanntlich mehr als zwei Millionen H200-Chips bestellt, die jeweils etwa 27.000 US-Dollar kosten. Dies entspricht einem potenziellen Umsatz von rund 30 Milliarden US-Dollar. Allerdings verfügt Nvidia derzeit nur über einen Lagerbestand von etwa 700.000 Chips. CEO Jensen Huang hatte China zuvor als einen 50 Milliarden US-Dollar schweren KI-Markt bezeichnet.

Diese Beschränkungen erfolgen vor dem geplanten China-Besuch von Präsident Trump im April. Analysten vermuten, dass Peking die Chip-Beschränkungen als Druckmittel einsetzen könnte, um Zugeständnisse von den USA zu erwirken. Nvidias Umsatz in China und Hongkong war aufgrund früherer Restriktionen bereits im Jahresvergleich deutlich zurückgegangen.

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