Google hat die Funktion für angepinnte Tabs in der Chrome-Version 144 für Android auf breiter Basis eingeführt. Diese im Dezember angekündigte Neuerung gleicht das mobile Browser-Erlebnis stärker an die Desktop-Version von Chrome an. Android-Nutzer können nun häufig besuchte Seiten am oberen Rand der Tab-Übersicht anpinnen und so das Risiko eines versehentlichen Schließens verringern.
So funktioniert der neue Pin-Mechanismus in der Tab-Übersicht:
Im neuen System greifen Nutzer über ein langes Drücken auf eine Tab-Karte in der Übersicht auf das Aktionsmenü zu. In diesem Menü befindet sich direkt über der Option „Schließen“ der Befehl „Tab anpinnen“. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wird der entsprechende Tab automatisch an den Anfang der Gitteransicht verschoben. Dadurch bleiben wichtige Seiten auch bei intensiver Tab-Nutzung stets im Blick.
Um ein versehentliches Schließen zu erschweren, hat Google deutliche Änderungen an der Benutzeroberfläche vorgenommen. Anstelle des klassischen „x“-Symbols wird bei angepinnten Tabs ein Stecknadel-Icon angezeigt. Zudem lassen sich diese Tabs in der Gitteransicht nicht durch Wischen schließen. Dies verhindert Tab-Verluste durch unbeabsichtigte Bewegungen, insbesondere bei der Einhandbedienung.
Eine weitere Neuerung im Interface ist die Seitenleisten-Struktur für angepinnte Tabs. Wenn sich der Nutzer nicht am oberen Ende einer Seite befindet, erscheint am oberen Bildschirmrand eine Leiste mit den angepinnten Tabs. Über diese Leiste kann durch Wischen schnell zwischen den Tabs gewechselt und die gewünschte Seite sofort aufgerufen werden.
Nutzer können das Anpinnen jederzeit rückgängig machen. Durch erneutes langes Drücken auf einen angepinnten Tab erscheint die Option „Anpinnen aufheben“, wodurch der Tab wieder in die normale Tab-Liste integriert wird. Danach kann er mit den Standardmethoden geschlossen werden.





