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Keine KI in GTA 6: Offizielles Statement von Take-Two

Take-Two-CEO Strauss Zelnick bestätigt, dass GTA 6 vollständig handgefertigt ist und generative KI bei der Entwicklung des Spiels keine Rolle spielt.


06.02.2026 01:01|0|68|Google News
Keine KI in GTA 6: Offizielles Statement von Take-Two

Der CEO von Take-Two Interactive, Strauss Zelnick, hat sich zu einem der umstrittensten Themen der heutigen Spielewelt geäußert: generative künstliche Intelligenz. Während Zelnick erklärte, dass das Unternehmen generative KI-Technologien aktiv einsetzt, betonte er ausdrücklich, dass diese Technologie im mit Spannung erwarteten GTA 6 „null Rolle“ spielt.

Keine KI in GTA 6: Offizielles Statement von Take-Two

Der Effekt von Project Genie

Zelnicks Äußerungen fielen als Reaktion auf eine Frage zu Googles kürzlich vorgestelltem experimentellen KI-Tool Project Genie. Project Genie wurde als System angekündigt, das aus einfachen Textbefehlen kurze, erkundbare und interaktive Videoumgebungen erstellen kann. Dass die Take-Two-Aktien nach dieser Entwicklung auf den niedrigsten Stand der letzten 11 Monate fielen, hat den CEO nach eigenen Angaben „etwas überrascht“.


Zelnick erklärte, er könne die Sorgen hinter diesem Rückgang nur schwer nachvollziehen, da Videospiele historisch gesehen ohnehin auf den Grundlagen von KI und maschinellem Lernen aufgebaut seien. Er erinnerte daran, dass Spiele von Anfang an mit Computertechnologien entwickelt wurden, und zeigte sich begeistert über das Potenzial, das generative KI in der Zukunft bieten könnte.


Andererseits gab der Take-Two-CEO bekannt, dass das Unternehmen derzeit den Einsatz von KI im Rahmen von Hunderten verschiedener Pilotprojekte testet. Diese Versuche beschränken sich nicht nur auf die Zentrale, sondern umfassen auch die ständigen Studios des Unternehmens. Laut Zelnick könnten diese Werkzeuge die Effizienz steigern und Kosten senken, indem sie insbesondere den Zeitaufwand für repetitive Routineaufgaben reduzieren.

Klare Botschaft für GTA 6

Der entscheidende Teil von Zelnicks Ausführungen bezog sich direkt auf GTA 6. Der CEO räumte mit allen Spekulationen auf: „Speziell in Bezug auf GTA 6 spielt generative KI in dem Spiel, das Rockstar Games entwickelt, keine Rolle.“ Zelnick betonte, dass die Spielwelten von Rockstar Games vollständig von Grund auf handgefertigt werden; Gebäude, Straßen und die Umgebung würden Schritt für Schritt entworfen.


Diese Welten würden nicht prozedural generiert werden und sollten es auch nicht, so Zelnick. Die Identität der GTA-Serie werde durch diesen akribischen und auf menschlicher Arbeit basierenden Designansatz geprägt.

KI-Einsatz steht in der Kritik

Obwohl der weltweite Erfolg von GTA 6, das voraussichtlich im November erscheinen wird, als fast sicher gilt, hätte die bloße Möglichkeit des Einsatzes generativer KI die Markenwahrnehmung negativ beeinflussen können. Tatsächlich sahen sich jüngst Titel wie Black Ops 7, Anno 117 und Arc Raiders mit ähnlichen Reaktionen konfrontiert.


Eine vergleichbare Situation erlebte Larian Studios, der Entwickler von Baldur’s Gate 3. Das Studio sah sich gezwungen, für sein neues Projekt explizit zu erklären, dass keine KI-Assets verwendet werden.


Offensichtlich ist ein Großteil der KI-Kritik in der Kreativbranche differenziert zu betrachten. Den vielleicht treffendsten Ansatz vertrat kürzlich Ben Affleck. Er erklärte, dass KI die Kreativbranche nicht ersetzen, sondern wie visuelle Effekte lediglich als ein „Werkzeug“ fungieren wird.

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