Berichten zufolge plant Meta Platforms, seine Smart Glasses mit einer Gesichtserkennungsfunktion auszustatten. Laut einem internen Dokument, das der New York Times vorliegt, soll diese Funktion zu einem Zeitpunkt eingeführt werden, an dem die öffentliche Aufmerksamkeit auf andere Themen gelenkt ist.
In dem Dokument heißt es, dass ein „dynamisches politisches Umfeld“, in dem zivilgesellschaftliche Organisationen mit anderen Agenden beschäftigt sind, als idealer Zeitpunkt für den Launch angesehen wird.
„Name Tag“-Funktion ermöglicht Identifizierung
Das Dokument aus dem Mai letzten Jahres beschreibt eine neue Funktion namens „Name Tag“. Dieses System soll mithilfe des KI-Assistenten in der Brille Personen gegenüber des Nutzers erkennen und deren Identität feststellen können.
Dem Bericht nach plant das Unternehmen ursprünglich, die Funktion auf einer Konferenz für Sehbehinderte vorzustellen, was jedoch nicht umgesetzt wurde. Es wird erwartet, dass die Funktion noch in diesem Jahr in die von Meta gemeinsam mit Ray-Ban und Oakley entwickelten Smart Glasses integriert wird.
Erkennung nur für Kontakte und öffentliche Profile
Quellen zufolge wird das Gesichtserkennungssystem nicht jede gesehene Person automatisch identifizieren. Stattdessen soll das System primär die Kontakte des Nutzers auf den Meta-Plattformen erkennen.
Darüber hinaus wird berichtet, dass das Unternehmen testet, auch Personen mit öffentlichen Konten – etwa auf Instagram – zu identifizieren, selbst wenn diese dem Nutzer nicht persönlich bekannt sind.
Frühere Rechtsstreitigkeiten und neue Ansätze
Meta sah sich in der Vergangenheit bereits rechtlichen Auseinandersetzungen wegen Gesichtserkennungstechnologien gegenüber. Nachdem das Unternehmen 2017 eine automatische Markierungsfunktion für Facebook-Fotos eingeführt hatte, wurde diese im Jahr 2021 wieder eingestellt. Jüngste Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass Meta diese Technologie nun neu bewertet.
Dauersensormodus in Planung
Berichte des Technologiemagazins The Information legen nahe, dass Meta in seinen neuen KI-gestützten Brillen einen permanent aktiven „Super-Sensing“-Modus implementieren könnte. Dieser Modus könnte über die integrierten Kameras die täglichen Aktivitäten des Nutzers verfolgen und Personen namentlich erkennen.
Auch die jüngsten Änderungen in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens sind bemerkenswert. Demnach bleibt die Meta AI-Kamerafunktion standardmäßig aktiviert, sofern der Nutzer den Sprachbefehl „Hey Meta“ nicht explizit ausschaltet.





