In den letzten Jahren hat das Gaming unter Linux massiv an Fahrt gewonnen. Die Entwicklungen von Valve im Bereich Proton und das wachsende Interesse der Spieler haben das Erlebnis spürbar verbessert. Das neu gegründete Open Gaming Collective (OGC) möchte das Linux-Gaming-Ökosystem nun noch einen Schritt weiter bringen.
Wie ist das Open Gaming Collective entstanden?
Universal Blue, der Entwickler der spielorientierten Linux-Distribution Bazzite, gab die Gründung des OGC bekannt. Ziel ist es, gemeinsam mit verschiedenen Teams die Gaming-Erfahrung unter Linux zu optimieren und Kernkomponenten wie Kernel-Patches, Eingabetools und Gamescope unter einem Dach zu bündeln.
Wer sind die Gründungsmitglieder des OGC?
Zu den Gründungsmitgliedern des Open Gaming Collective gehören Nobara, ChimeraOS, Playtron, Fyra Labs, PikaOS, ShadowBlip und Asus Linux. Diese Teams planen, gemeinsam Lösungen für typische Probleme im Linux-Gaming-Bereich zu entwickeln.
Warum ist die Zusammenarbeit so wichtig?
Eine der größten Stärken von Linux ist die Vielfalt der Distributionen. Eine engere Zusammenarbeit bei kritischen Gaming-Komponenten sorgt jedoch für eine konsistentere und bessere Erfahrung über alle Systeme hinweg.
Dieser Ansatz verspricht eine bessere Hardware-Kompatibilität, weniger redundante Arbeit und ein ganzheitliches Spielerlebnis. Wie das Bazzite-Team betont: „Ein Erfolg für ein Projekt wird zum Gewinn für alle.“
Was ändert sich für Bazzite?
Die Gründung des OGC bringt auch für Bazzite Neuerungen. Die Distribution wechselt von einem eigenen Kernel auf den OGC-Kernel. Zudem wird in der Eingabe-Infrastruktur InputPlumber anstelle von HHD eingesetzt. Funktionen wie RGB-Beleuchtung und Lüftersteuerung werden direkt in die Steam-Oberfläche integriert. Das Team wird zudem Patches für Valve-Pakete mit dem OGC teilen und versuchen, Verbesserungen direkt in die Hauptprojekte einfließen zu lassen.





