Finanzielles Fiasko für den Merchant: Capcom veröffentlicht kuriose Jubiläums-Statistiken
Das gefeierte Remake von Resident Evil 4 feiert seinen dritten Geburtstag, doch für einen der beliebtesten Charaktere der Serie gibt es wenig Grund zur Freude. Wie Entwickler Capcom anlässlich des Jubiläums auf Social Media bekannt gab, steckt der ikonische Händler („The Merchant“) tief in der Kreide. Die Auswertung aller weltweiten Transaktionen zeigt, dass das Geschäftsmodell des mysteriösen Mannes mit der rauchigen Stimme alles andere als profitabel ist.
Ein Defizit in Billionenhöhe
Laut den offiziellen Daten haben Spieler seit der Veröffentlichung des Spiels im Jahr 2023 Waren im Wert von beeindruckenden 39.914.290.699.099 Pesetas (ca. 240 Milliarden Euro) beim Händler gekauft. Das klingt zunächst nach einem florierenden Business, doch die Kehrseite der Medaille wiegt schwerer: Im gleichen Zeitraum verkauften die Spieler Schätze, Edelsteine und alte Ausrüstung im Wert von insgesamt 43.251.570.618.389 Pesetas (ca. 260 Milliarden Euro) an ihn.
Unter dem Strich ergibt sich daraus ein satter Verlust von über 3,34 Billionen Pesetas (rund 20 Milliarden Euro). Die Statistik spiegelt das optimierte Spielverhalten der Community wider: Während kostbare Schätze wie elegante Kronen oder Schmetterlingslampen konsequent zu Geld gemacht werden, investieren Spieler deutlich seltener in teure Neuanschaffungen wie den unendlichen Raketenwerfer, der mit 2 Millionen Pesetas zu Buche schlägt.
Vom Händler zum Computer: Der Wandel in Resident Evil Requiem
Während der Merchant in Resident Evil 4 trotz seiner immensen Schulden stets mit einem lachenden „What’re ya buyin’?“ bereitstand, weht in der neuesten Fortsetzung der Reihe ein anderer Wind. Im kürzlich erschienenen Resident Evil Requiem (2026) wurde das traditionelle Handelssystem modernisiert. Leon S. Kennedy greift hier nicht mehr auf einen persönlichen Zwischenhändler zurück, sondern verwaltet seine Upgrades und Ausrüstung über computergesteuerte Boxen.
Trotz dieses technologischen Fortschritts bleibt der Händler aus Teil 4 eine unvergessene Ikone der Spielgeschichte. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen einmal mehr, dass er für die Spieler eher ein großzügiger Sponsor als ein knallharter Geschäftsmann war. Ob er sich von diesem finanziellen Schlag jemals erholen wird, bleibt wohl sein wohlgehütetes Geheimnis.





