WhatsApp unternimmt mit der neuesten Android-Beta-Version einen wichtigen Schritt zur Sicherheit junger Nutzer. Eine neue Funktion in der Entwicklung zielt darauf ab, durch automatische Aktualisierungen der WhatsApp-Privatsphäre-Einstellungen die neuen digitalen Schutzgesetze einzuhalten. Diese Änderung konzentriert sich insbesondere darauf, die Online-Privatsphäre minderjähriger Nutzer zu erhöhen.
Warum werden die WhatsApp-Privatsphäre-Einstellungen aktualisiert?
Dieser proaktive Schritt von WhatsApp dient der Vorbereitung auf neue Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, deren Inkrafttreten erwartet wird. Diese gesetzlichen Regelungen, die von Technologieunternehmen strengere Kontrollen und Schutzmechanismen für junge Nutzer fordern, zielen darauf ab, eine sicherere Umgebung auf digitalen Plattformen zu schaffen. Aus diesem Grund bereitet WhatsApp bereits jetzt seine Infrastruktur vor, um die Konformität bei Inkrafttreten des Gesetzes zu gewährleisten.
Die in der neuesten Android-Beta-Version 2.26.5.1 entdeckte Funktion wird sicherstellen, dass bestimmte Privatsphäre-Einstellungen automatisch auf ein sichereres Niveau angehoben werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass persönliche Informationen junger Nutzer von unerwünschten Personen gesehen werden.
Automatisch geänderte Privatsphäre-Einstellungen
Mit dem Update werden die Privatsphäre-Einstellungen junger Nutzer in drei Hauptbereichen geändert. Wenn diese Einstellungen auf „Jeder“ gesetzt sind, werden sie von WhatsApp automatisch auf „Meine Kontakte“ umgestellt. Die von dieser Änderung betroffenen Nutzer werden durch eine Benachrichtigung innerhalb der App informiert. Hier sind die zu aktualisierenden Einstellungen:
Zuletzt online: Diese Information, die anzeigt, wann der Nutzer die App zuletzt geöffnet hat, wird nur noch für Personen sichtbar sein, die im Adressbuch gespeichert sind. Dies verhindert, dass unbekannte Konten die Online-Aktivitäten junger Nutzer verfolgen.
Info: Der persönliche Status oder die Kurzinfo unter dem Profil wird nun nur noch mit den eigenen Kontakten geteilt. So wird verhindert, dass junge Nutzer versehentlich persönliche Informationen wie Standort oder Verfügbarkeit mit jedem teilen.
Profil-Links: Auch Social-Media-Verknüpfungen wie Facebook und Instagram, die Nutzer ihrem Profil hinzufügen können, werden geschützt. Die Umstellung dieser Einstellung auf „Meine Kontakte“ ist ein wichtiger Schritt, um zu verhindern, dass Fremde leicht auf die Social-Media-Konten Jugendlicher zugreifen.
Sicherheitsvorkehrungen für junge Nutzer werden verstärkt
Dieses Privatsphäre-Update ist nur einer der Schritte, die WhatsApp für die Sicherheit junger Nutzer unternimmt. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, an einer Funktion zu arbeiten, die es Eltern ermöglicht, ein sekundäres Konto mit eingeschränkter Funktionalität für ihre Kinder zu erstellen. Diese sekundären Konten zielen darauf ab, eine zusätzliche Schutzebene zu bieten, indem Minderjährige nur mit Personen in ihren Kontakten chatten und telefonieren können.
Allerdings befindet sich diese Funktion zur automatischen Aktualisierung der Privatsphäre-Einstellungen derzeit in der Entwicklungsphase und ist selbst für Beta-Tester noch nicht aktiv. WhatsApp arbeitet weiter daran, ein fehlerfreies Erlebnis zu gewährleisten, bevor die Funktion allen Nutzern zur Verfügung gestellt wird. Sobald die gesetzlichen Regelungen in Kraft treten, wird erwartet, dass WhatsApp bereit ist, diese drei kritischen Privatsphäre-Einstellungen für die betroffenen Nutzer zu aktualisieren.





