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Windows 11 erhält neuen Sicherheitsmodus im Smartphone-Stil

Microsoft verschärft mit einem neuen Sicherheitsmodus für Windows 11 die Kontrolle über App-Berechtigungen und Systemeinstellungen nach dem Vorbild von iOS und Android.


13.02.2026 13:03|0|26|Google News
Windows 11 erhält neuen Sicherheitsmodus im Smartphone-Stil

Windows 11, das weltweit am weitesten verbreitete Betriebssystem, bereitet sich auf einen radikalen Wandel in seiner Sicherheitsphilosophie vor. Die von Microsoft geteilten Pläne zeigen den Übergang zu einem Berechtigungssystem, das Nutzer bereits von Android- oder iPhone-Geräten kennen.

Der Technologiegigant hat Maßnahmen ergriffen, um die Unzufriedenheit über Anwendungen zu beseitigen, die ohne Wissen des Nutzers Einstellungen ändern, zusätzliche Software installieren oder in die Kernfunktionen des Systems eingreifen. Offizielle Erklärungen deuten darauf hin, dass Windows 11 künftig zu einer Plattform wird, die „standardmäßig sicher“ ist.


Der Kern dieser Initiative ist der „Windows Baseline Security Mode“. Mit diesem neuen Ansatz wird das Betriebssystem standardmäßig nur noch Anwendungen und Treibern die Ausführung erlauben, die von Microsoft verifiziert wurden und über eine digitale Signatur verfügen. Zwar wird es Möglichkeiten geben, diesen Schutz für ältere Software zu umgehen, doch die Standardkonfiguration des Systems wird deutlich protektiver. Dies zeigt, dass sich das Gleichgewicht zwischen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit weiter in Richtung Sicherheit verschiebt.

Strenge Kontrolle für Apps im Smartphone-Stil

Der bemerkenswerteste Aspekt des neuen Systems ist die erhöhte Transparenz bei App-Berechtigungen. Wenn ein Programm auf die Kamera oder das Mikrofon zugreifen möchte, erscheint nun wie bei Smartphones ein Bestätigungsdialog. Die Ära von Software, die heimlich im Hintergrund arbeitet oder unbefugt auf Hardware zugreift, geht damit zu Ende. Wenn eine App versucht, zusätzliche Software im Hintergrund zu installieren, wird das System den Nutzer warnen und um Erlaubnis bitten.


Microsoft gibt an, dass diese Änderungen nicht sofort, sondern schrittweise umgesetzt werden. Auch wenn die ständig erscheinenden Bestätigungsfenster auf dem Desktop zunächst anstrengend wirken mögen, ist diese strenge Kontrolle für eine weltweit so stark ins Visier genommene Plattform wie Windows eine notwendige Maßnahme. Angesichts der zunehmenden Komplexität von Schadsoftware ist die Weiterentwicklung der Verteidigungslinien unumgänglich geworden.


Der eigentliche Grund für diese Sicherheitsinvestitionen sind die geplanten KI-Tools, die in das Betriebssystem integriert werden sollen. Bevor Microsoft KI-Assistenten einführt, die auf Nutzerdateien zugreifen, möchte das Unternehmen das Vertrauen wiederherstellen. Es ist offensichtlich, dass das Vertrauen in Windows 11 aufgrund jüngster Performance-Probleme gelitten hat. Das Unternehmen versucht die Stabilität der Plattform zu beweisen, bevor die KI vollständig freigeschaltet wird.


Wenn dieser Prozess richtig moderiert wird, könnte Windows 11 an Prestige gewinnen; sollte diese Sicherheitsbarriere jedoch den täglichen Gebrauch verlangsamen, könnte dies zu einer neuen Enttäuschung für die Nutzer führen.

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