AMD und Intel schließen sich dem Trend der Preiserhöhungen auf dem PC-Prozessormarkt gemeinsam an. Jüngsten Informationen zufolge plant AMD eine Preiserhöhung von bis zu 15 % für Ryzen-Prozessoren, während auf der Seite von Intel eine Preiserhöhung von rund 10 % vorbereitet wird. Es wird erwartet, dass diese Steigerungen Ende März beginnen und im April deutlicher spürbar werden.
Prozessorpreise könnten um bis zu 15 % steigen
Hinter der Preiserhöhung stehen direkte Lieferprobleme. Aufgrund der steigenden Nachfrage und begrenzter Produktionskapazitäten ist die Anzahl der für das PC-Segment reservierten Prozessoren erheblich gesunken. Insbesondere die Priorisierung der Rechenzentrums- und Serversparte wirkt sich direkt auf die Bestände an Desktop- und Laptop-Prozessoren aus.
Diese Situation setzt auch die Hardwarehersteller unter Druck. Große OEM-Hersteller wie HP und Dell berichten von einer erheblichen Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot. Die Lieferzeit für Prozessoren, die zuvor 1 bis 2 Wochen betrug, hat sich mittlerweile auf 8 bis 12 Wochen verlängert. Dies bedeutet, dass im April aufgegebene Bestellungen erst im Juni geliefert werden können.
Andererseits beschränkt sich die Krise nicht nur auf die Prozessorseite. Der Anstieg der DRAM- und SSD-Preise erzeugt ebenfalls einen Ketteneffekt. ASUS-Manager gaben bekannt, dass sie aufgrund steigender Kosten unternehmensweite Preiserhöhungen von bis zu 30 % planen. Eine Erholung der Lagerbestände wird kurzfristig nicht erwartet. Im Gegenteil, es wird prognostiziert, dass sich der Versorgungsengpass im zweiten Quartal noch weiter verschärfen wird.





