AMD bereitet sich darauf vor, dieses Jahr die Epyc Venice Prozessoren der nächsten Generation auf den Markt zu bringen, was den Wettbewerb im Rechenzentrumsmarkt anheizen wird. Lisa Su, CEO des Unternehmens, bestätigte während der Investorenkonferenz im Anschluss an die Finanzergebnisse des ersten Quartals 2026, dass die neuen Serverprozessoren mit Zen-6-Architektur im Zeitplan liegen.
Der Übergang zur Zen-6-Architektur beginnt
Die Epyc Venice Serie werden die ersten Prozessoren von AMD sein, die die Zen-6-Architektur nutzen. Gleichzeitig wird das Unternehmen mit dieser Produktfamilie den Sprung von 4 nm auf den fortschrittlichen 2-nm-Fertigungsprozess von TSMC vollziehen. AMD hatte die Venice-Plattform erstmals letztes Jahr vorgestellt. Mit der neuen Produktionstechnologie strebt das Unternehmen deutliche Leistungssprünge bei Prozessoren an.
Nach Angaben von AMD wird sich die Bandbreite zwischen Prozessor und Grafikeinheit durch den Wechsel von 4 nm auf 2 nm verdoppeln. Darüber hinaus wird eine Steigerung der Systemleistung um bis zu 70 Prozent erwartet. Auch die maximale Kernanzahl wird deutlich erhöht. Die neue Epyc Venice Familie wird auf bis zu 256 Kerne skalierbar sein. Dies entspricht einer Steigerung der Kernanzahl um etwa 33 Prozent im Vergleich zur aktuellen Generation.
Nach den Aussagen von Lisa Su wird Venice nicht nur ein einheitlicher Serverprozessor sein. AMD bereitet ein breites Portfolio an Prozessoren vor, die für verschiedene Einsatzszenarien optimiert sind. Das Unternehmen zielt insbesondere auf die zunehmenden KI-Workloads ab.
Zu den Plänen von AMD gehören optimierte Prozessoren für autonome KI-Systeme, die als „Agentic AI“ bezeichnet werden, für Kontrollknoten im Rechenzentrum, allgemeine Serveraufgaben und verschiedene Unternehmens-Workloads. Dieser Ansatz zielt darauf ab, dem wachsenden Bedarf an Spezialisierung im Bereich der Rechenzentren gerecht zu werden.
Auch „Verano“ ist auf dem Weg
Ein weiteres bemerkenswertes Detail des Treffens war die neue Prozessorplattform mit dem Codenamen „Verano“. Lisa Su erklärte, dass Verano als Teil der Venice-Familie auf den Markt kommen wird und der erste Prozessor von AMD sein wird, der direkt für KI-Infrastrukturen entwickelt wurde.
Branchenquellen zufolge könnte diese Plattform die Grundlage für die zukünftige Zen-7-Architektur bilden. Erste Hinweise auf Zen 7 hatte AMD bereits im vergangenen Jahr in seiner Roadmap gegeben. Damals gab das Unternehmen an, dass die Architektur nach 2026 auf den Markt kommen, eine fortschrittlichere Produktionstechnologie jenseits von 2 nm nutzen und eine neue „Matrix Engine“ mit erweiterter Unterstützung für KI-Datenformate enthalten wird.





