Google hat am Mittwoch die erste Beta-Version von Android 17 veröffentlicht. Während die neue Version erhebliche Leistungsverbesserungen bringt, ebnet sie auch den Weg für neue Funktionen in Medien- und Kamera-Apps. Die bemerkenswerteste Änderung ist jedoch die Transformation der Art und Weise, wie Entwickler auf die neuesten APIs und Funktionen zugreifen.
Ende der Entwickler-Betas: Die Ära des kontinuierlichen Canary-Kanals beginnt
Mit dieser Version stellt Google das herkömmliche Entwickler-Beta-Programm ein und wechselt stattdessen zu einem ständig aktualisierten Canary-Kanal. Dieser Ansatz ähnelt dem Modell, das das Unternehmen bei der Entwicklung seines Webbrowsers verfolgt; Google bietet schließlich auch für Chrome einen Canary-Kanal an. Laut Unternehmensangaben werden Funktionen und APIs über dieses neue Modell den Entwicklern zur Verfügung gestellt, sobald die internen Tests genehmigt sind. So erhalten Entwickler früher Zugriff auf Innovationen.
Der Canary-Kanal bietet zudem Unterstützung für Over-the-Air-Updates. Dies ermöglicht Entwicklern integriertere Workflows und fortschrittlichere Methoden zum Testen ihrer Anwendungen. Google strebt die Plattformstabilität für März an. Die Veröffentlichung von Android 17 ist für das zweite Quartal 2026 geplant.
Das Unternehmen war letztes Jahr mit Android 16 zu einem Modell mit zwei Veröffentlichungen pro Kalenderjahr übergegangen. Diese Struktur umfasst ein großes SDK-Release in der ersten Jahreshälfte und ein kleineres SDK-Update in der zweiten Jahreshälfte. Google nahm diese Änderung vor, damit Gerätehersteller die neueste Android-Version schneller auf die Geräte bringen und die Fragmentierung im Android-Ökosystem reduzieren können.
Neue Regeln für große Bildschirme kommen
Android 17 wird verhindern, dass Entwickler Einschränkungen bei der Größenänderung umgehen. Dies bedeutet, dass Entwickler Apps auf Geräten mit großen Bildschirmen nicht mehr auf eine bestimmte Ausrichtung oder Größe erzwingen können.
Mit anderen Worten: Apps müssen auf Tablets und faltbaren Geräten besser mit verschiedenen Ausrichtungen und Fenstergrößen kompatibel sein. Google möchte mit diesem Schritt sicherstellen, dass mehr Apps ein optimiertes Erlebnis auf großen Displays bieten.
Bemerkenswerte Neuerungen bei Kamera und Medien
Mit Android 17 werden auch die Kamerafunktionen erweitert. Google fügt neue APIs hinzu, damit Entwickler Kameraübergänge flüssiger verwalten können.
Zudem wird die Unterstützung für den Video-Codec VVC (H.266) in das System integriert. Um die Lautstärke zwischen verschiedenen Anwendungen konsistenter zu gestalten, wird ein verbessertes Loudness-Management eingeführt, während für Hintergrund-Audio strengere Kontrollmechanismen implementiert werden.
Leistungs- und Konnektivitätsverbesserungen
Die neue Version bietet auch im Performance-Bereich signifikante Vorteile. Ziel ist es, Frame-Drops zu reduzieren, während ein fortschrittlicherer Garbage-Collection-Mechanismus für die Speicherbereinigung zum Einsatz kommt. Im Bereich der Wi-Fi-Konnektivität werden Verbesserungen wie eine bessere Näherungserkennung und eine sichere Peer-to-Peer-Geräteerkennung vorgenommen.
Die erste Beta von Android 17 bietet nicht nur neue Funktionen, sondern öffnet auch die Tür zu einer neuen Ära der Verwaltung des Google-Entwickler-Ökosystems. Vor der für das zweite Quartal 2026 geplanten finalen Veröffentlichung liegt der Fokus nun auf der Phase der Plattformstabilität im März.





