Die erste bemannte Mondmission der NASA seit 54 Jahren, Artemis II, wurde gestern erfolgreich gestartet. Nun werden hochauflösende 4K-Bilder erwartet, die dank des laserbasierten O2O-Kommunikationssystems der NASA live von der Mondoberfläche übertragen werden. Das Orion Artemis II Optical Communications System (O2O) wird in der Lage sein, 4K-Videos mit einer Geschwindigkeit von bis zu 260 Mbps zu übertragen. Zudem sollen mit digitalen Nikon-Kameras nie zuvor gesehene Bilder von der fernen Seite des Mondes geteilt werden.
Was ist O2O?
Das O2O-System, dessen Details die NASA vor dieser Mission bekannt gab, nutzt Lasertechnologie zur Datenübertragung von den Astronauten zur Erde. Dieses System wird nicht nur Videos übertragen, sondern auch eine schnelle und effiziente Übermittlung von Verfahren, Fotos, Flugplänen und anderen wichtigen Daten ermöglichen.
Auf der Erde befinden sich die Bodenstationen für die Laserkommunikation in den Regionen Las Cruces und Table Mountain. Diese Standorte gelten aufgrund ihrer meist klaren Wetterbedingungen als ideal für die Laserkommunikation.
Dennoch werden die Astronauten als Backup bei Kommunikationsunterbrechungen die herkömmliche Funkkommunikation über das Deep Space Network (DSN) der NASA nutzen. Das DSN wurde bereits bei den Voyager-Missionen, den Mars-Rovern und Artemis I eingesetzt.
Wenn während der Mission die Rückseite des Mondes erreicht wird, bricht die direkte Sichtverbindung zur Erde ab, wodurch sowohl die Laser- als auch die Funkkommunikation vorübergehend unterbrochen werden. Die NASA ist sich dieses etwa 41-minütigen „Dunkelfensters“ bewusst und plant entsprechend.
Obwohl die Datenrate von O2O mit 260 Mbps beeindruckend ist, wird darauf hingewiesen, dass die NASA in einem früheren Laserkommunikationstest Geschwindigkeiten von 622 Mbps erreichte. Bei einigen erdnahen Projekten sollen diese Geschwindigkeiten sogar bis zu 200 Gbps erreichen.





