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Erstes Urteil im Kündigungsstreit gegen Rockstar Games

Die Forderung von 31 entlassenen Rockstar Games-Mitarbeitern auf Zwischenzahlungen wurde von einem britischen Gericht abgelehnt. Ein Rückschlag für die Gewerkschaft.


13.01.2026 10:12|0|143|Google News
Erstes Urteil im Kündigungsstreit gegen Rockstar Games

Im Rechtsstreit zwischen dem Branchenriesen Rockstar Games und seinen ehemaligen Mitarbeitern hat das Unternehmen die erste Runde gewonnen. Ein britisches Gericht lehnte den Antrag auf Zwischenzahlungen von 31 ehemaligen Angestellten ab, die behaupten, aufgrund ihrer gewerkschaftlichen Aktivitäten entlassen worden zu sein. Diese Entscheidung wird als herber Rückschlag für die Beschäftigten gewertet, die für ihre Gewerkschaftsrechte kämpfen.

Gericht lehnt Antrag auf Zwischenzahlungen ab

Die 31 ehemaligen Mitarbeiter, die von der Independent Workers Union of Great Britain (IWGB) vertreten werden, hatten gefordert, dass Rockstar sie während des laufenden Verfahrens wieder in die Gehaltsliste aufnimmt. Wäre dieser Antrag erfolgreich gewesen, hätte das Unternehmen bis zum Ende des Rechtsstreits Zahlungen leisten müssen. Richterin Frances Eccles entschied jedoch, dass die von der Gewerkschaft vorgelegten Beweise noch nicht ausreichen, um die Behauptung einer „antigewerkschaftlichen Einstellung“ zu belegen.

In der Urteilsbegründung erklärte Richterin Eccles, dass dem Gericht zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichenden Erkenntnisse vorlägen, um den Schluss zu ziehen, dass die Gewerkschaftsmitgliedschaft der Hauptgrund für die Entlassungen war. Obwohl dies nicht das Ende des Falls bedeutet, nimmt es den Betroffenen die Möglichkeit einer finanziellen Absicherung während der Dauer des Prozesses.

Erstes Urteil im Kündigungsstreit gegen Rockstar Games

Leak-Vorwürfe und Discord-Server

Das Management von Rockstar macht geltend, dass die Mitarbeiter entlassen wurden, weil sie unveröffentlichte Spielfunktionen und vertrauliche Informationen weitergegeben hätten. Die fraglichen Leaks sollen auf einem Discord-Server stattgefunden haben, den die Mitarbeiter zur Organisation nutzten. Während die Gewerkschaft anfangs argumentierte, dass es in den Gesprächen lediglich um Slack-Richtlinien ging, haben die gerichtlichen Details die Lage verkompliziert.

Laut Gerichtsprotokollen wurde festgestellt, dass sich auf diesem Server mit 350 Mitgliedern nicht nur aktuelle Mitarbeiter, sondern auch ehemaliges Personal sowie ein Branchenautor befanden. Rockstar führt die Weitergabe vertraulicher Informationen in einer Umgebung mit unbefugten Personen als legitimen Kündigungsgrund an.

Stellungnahmen der Parteien und weiterer Verlauf

Nach dem Urteil erklärte Rockstar, dass die Entlassungen notwendig gewesen seien und das Gericht diese Position gestärkt habe. Das Unternehmen betonte erneut, dass es hinter seinem Vorgehen stehe.

Die Gewerkschaft (IWGB) hingegen lässt nicht locker und erinnert daran, dass es sich lediglich um ein Zwischenurteil handelt. Gewerkschaftsvertreter zeigten sich zuversichtlicher denn je, dass im Hauptverfahren die „illegalen“ Versuche von Rockstar, die Gewerkschaft zu unterdrücken, bewiesen werden. Der Fall hatte zuvor auch das britische Parlament beschäftigt.

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