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Hubble teilt schärfstes Bild des Ei-Nebels

Das Hubble-Weltraumteleskop hat die bisher detaillierteste Aufnahme des 3.000 Lichtjahre entfernten Ei-Nebels und seiner seltenen Übergangsphase veröffentlicht.


12.02.2026 13:51|0|156|Google News
Hubble teilt schärfstes Bild des Ei-Nebels

Das Hubble-Weltraumteleskop hat das bisher schärfste Bild des Ei-Nebels veröffentlicht, der etwa 3.000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Dieser im Sternbild Schwan gelegene und 1975 entdeckte protoplanetarische Nebel zeigt die letzten Phasen eines sterbenden Sterns.

Eine seltene Übergangsphase im Sternbild Schwan: Der protoplanetarische Nebel

Das auffälligste Merkmal dieser Aufnahme ist das Licht, das in vier separaten Strahlen vom Zentralstern ausgeht und die dicke Gas- und Staubschicht durchbricht, die den Nebel umgibt. Seinen Namen verdankt der Ei-Nebel genau dieser dichten und ovalen Zentrumsstruktur. Auf beiden Seiten der scheibenförmigen Struktur befinden sich schnelle Ausströmungen aus heißem molekularem Wasserstoff. Die Orangetöne im Bild repräsentieren das Glühen von Infrarotlicht und machen die Spuren der energetischen Prozesse in der Region sichtbar.

Hubble teilt schärfstes Bild des Ei-Nebels

Der Ei-Nebel stellt eine kurzlebige Übergangsphase dar, die Astronomen als protoplanetarischen Nebel bezeichnen. Diese Phase tritt beim Übergang sonnenähnlicher Sterne vom Roten Riesenstadium zum planetarischen Nebel auf und dauert nur wenige tausend Jahre. Auf der kosmischen Zeitskala lassen sich einige tausend Jahre mit wenigen Sekunden im Leben eines Menschen vergleichen. Aufgrund dieser kurzen Dauer und der Tatsache, dass sie meist lichtschwach sind, ist der Nachweis protoplanetarischer Nebel äußerst schwierig.


Die von Hubble gelieferte hochauflösende Aufnahme bietet die Möglichkeit, diese seltene Phase im Detail zu untersuchen. Die vom Zentrum nach außen gerichteten Strahlen beleuchten die konzentrischen Gasringe um den Nebel. Die wellenförmige und geschichtete Struktur dieser Ringe deutet darauf hin, dass der Stern Materie nicht durch eine einmalige Explosion, sondern durch aufeinanderfolgende Gasausstöße verloren hat. Wissenschaftlern zufolge könnte der Stern alle paar hundert Jahre Gas in den Weltraum geschleudert haben. Dieser Prozess zeichnet, wie die Jahresringe eines Baumstamms, die vergangenen Evolutionsschritte des Sterns auf.


Die molekularen Wasserstoffströmungen im Bild zeigen, dass der Prozess des Verlusts der äußeren Schichten des Sterns noch immer dynamisch ist. Diese Strömungen deuten auf die Endphasen der nuklearen Prozesse im Sternkern hin. Da man davon ausgeht, dass auch die Sonne in Milliarden von Jahren eine ähnliche Phase durchlaufen wird, ist der Ei-Nebel nicht nur ein fernes kosmisches Objekt, sondern bietet auch einen Ausblick auf die Zukunft unseres eigenen Sterns.

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