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Meta beendet Metaverse-Vision: Fokus verschiebt sich auf KI

Nach einem Verlust von 70 Milliarden Dollar beendet Meta sein Metaverse-Projekt und schließt VR-Studios. Das Unternehmen konzentriert sich nun auf KI.


16.01.2026 16:10|0 Kommentare|181
Meta beendet Metaverse-Vision: Fokus verschiebt sich auf KI

Vier Jahre nachdem Mark Zuckerberg die Zukunft des Unternehmens auf das „Metaverse“ ausgerichtet hat, macht Meta bei seiner Virtual-Reality-Vision einen massiven Rückzieher. Das Unternehmen gab offiziell bekannt, dass es seine Flaggschiff-VR-Kollaborationsplattform Horizon Workrooms am 16. Februar 2026 schließen wird. Zudem wird der Verkauf von kommerziellen Quest-Headsets und Unternehmenssoftware zum 20. Februar vollständig eingestellt. Diese Entscheidung signalisiert, dass das Unternehmen seinen Anspruch im Bereich der virtuellen Realität, die einst als nächste Grenze der Computertechnologie galt, aufgegeben hat.

Ende der VR-Ära? Meta schließt VR-Studios

Zusammen mit den Schließungsentscheidungen kam es zu massiven Entlassungen innerhalb des Unternehmens. Über 1.000 Mitarbeiter, was etwa 10 % der Belegschaft von Reality Labs entspricht, wurden entlassen. Studios wie Armature Studio, Twisted Pixel und Sanzaru Games, die hinter populären Spielen wie Resident Evil 4 VR, Marvel’s Deadpool VR und Asgard’s Wrath stehen, wurden geschlossen. Entwickler bestätigten den Schock und die Studioschließungen durch Nachrichten in den sozialen Medien.

Meta beendet Metaverse-Vision: Fokus verschiebt sich auf KI

Auch die beliebte VR-Fitness-App Supernatural, die Meta 2023 für 400 Millionen Dollar erwarb, ist von diesem Prozess negativ betroffen. Die App wurde in den „Wartungsmodus“ versetzt und es wurde angekündigt, dass sie keine neuen Inhalte oder Funktions-Updates mehr erhalten wird. Das Unternehmen gab an, dass diese Entscheidung aufgrund jüngster organisatorischer Änderungen getroffen wurde und Supernatural in seinem aktuellen Zustand verbleiben wird.

Seit der Umbenennung von Facebook in Meta im Jahr 2021 hat die Sparte Reality Labs insgesamt mehr als 70 Milliarden Dollar Verlust gemacht. Allein im dritten Quartal 2025 belief sich der Verlust auf 4,4 Milliarden Dollar. Die Verbrauchernachfrage blieb weit hinter den Erwartungen zurück, und die Auslieferungen von Quest-Headsets sanken in den ersten drei Quartalen 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 16 %. Marktanalysten betonen, dass die Vision, Virtual Reality werde das Smartphone ersetzen, nicht eingetreten ist und dies wohl auch nie geschehen wird.

Meta beendet Metaverse-Vision: Fokus verschiebt sich auf KI

Das Unternehmen verlagert seine Investitionen nun auf Künstliche Intelligenz und Wearable-Technologien. Insbesondere die Partnerschaft für Ray-Ban-Smart-Glasses und KI-Strategien rücken in den Vordergrund. Meta investierte im vergangenen Jahr 14,3 Milliarden Dollar in Scale AI und erhöhte die Investitionsausgaben für das Jahr 2025 auf eine Spanne von 70 bis 72 Milliarden Dollar. Unternehmenssprecher erklärten, dass die erzielten Einsparungen zur Unterstützung des Wachstums im Bereich der Wearable-Technologien verwendet werden.

CTO Andrew Bosworth erklärte bei einem Treffen mit Mitarbeitern, dass sich das Horizon-Team nun auf Erlebnisse für mobile Geräte und KI-Erstellungstools konzentrieren wird. Bestehenden Workrooms-Nutzern wurden alternative Plattformen wie Microsoft Teams, Zoom und Arthur empfohlen. Dass Meta seinen Metaverse-Traum aufgibt und sich der KI zuwendet, dürfte das Gleichgewicht in der Technologiewelt nachhaltig verändern.

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