Microsoft hat die Beschränkungen für den Download offizieller Windows 10- und Windows 11-ISO-Dateien über Drittanbieter-Tools verschärft. Nutzer weltweit stoßen auf unerwartete Fehler, wenn sie versuchen, ISO-Dateien über das beliebte Hilfsprogramm Rufus oder das Fido-Skript, das Download-Links automatisiert abruft, herunterzuladen.
Berichten zufolge gibt das System beim Senden einer Download-Anfrage den Fehlercode „715-123130“ aus, während der Vorgang in den Protokolldateien (Logs) als „SentinelReject“ markiert wird. Technische Analysen zeigen, dass die Microsoft-Server diese Anfragen als „anonym“ oder „automatisiert“ klassifizieren und den Zugriff blockieren. Viele Nutzer geben jedoch an, weder VPNs noch Proxys oder ähnliche Tools zu verwenden.
Zuvor wurden ähnliche Zugriffsprobleme aufgrund geografischer Beschränkungen hauptsächlich von Nutzern in Russland gemeldet. Mit den jüngsten Entwicklungen häufen sich jedoch Berichte aus den USA, Europa und Lateinamerika. Dies deutet darauf hin, dass das Problem global auftritt und Nutzer unabhängig von ihrer Region oder ihrem Internetdienstanbieter betrifft.
Ein Katz-und-Maus-Spiel
Pete Batard, der Entwickler von Rufus und Leiter des Fido-Projekts, vermutet, dass Microsoft seine Mechanismen zur Erkennung automatisierter Downloads verstärkt hat. Er gab an, dass insbesondere Anfragen über Fido gezielt erkannt werden, und verglich den Prozess mit dem Technologieriesen mit einem endlosen „Katz-und-Maus-Spiel“.
Der Entwickler erklärte, dass ISO-Dateien weiterhin über die offizielle Microsoft-Website heruntergeladen werden können, das Unternehmen die Nutzer jedoch verstärkt zum „Media Creation Tool“ drängen möchte und direkte Download-Links im Hintergrund hält. Batard äußerte Zweifel darüber, ob er nach neuen Lösungen suchen wird, falls Microsoft diese Art von Blockaden weiter verschärft.
Vertreter von Microsoft haben sich bislang nicht offiziell zu diesem Schritt gegen Drittanbieter-Tools geäußert.





