Die NASA beschleunigt ihre Vorbereitungen für die Artemis 2 Mission, die die Menschheit erneut in den tiefen Weltraum führen soll. Die Behörde plant, den Betankungstest, eine der kritischsten Phasen vor dem Start, an diesem Wochenende durchzuführen. Der Test, der ursprünglich für den 2. Februar geplant war, wurde auf Samstag, den 31. Januar, vorgezogen. Sollte alles nach Plan verlaufen, könnte die Artemis 2 Mission bereits am 6. Februar beginnen.
Die Reise zum Mond rückt näher: Kälte als Hindernis für Artemis 2
Die Erwartungen an diese Mission sind über Jahre hinweg gestiegen. Wiederkehrende technische Verzögerungen hatten die Rückkehr der Menschheit in den Weltraum erheblich aufgeschoben. Daher wird die Vorverlegung des Zeitplans von Weltraumbegeisterten als äußerst positive Entwicklung gewertet. Ein möglicher Start im Februar bedeutet eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem ursprünglichen Ziel der NASA für April. Diese Mission, bei der vier Astronauten eine zehntägige Reise um den Mond antreten werden, markiert einen historischen Schritt in der Weltraumforschung.
Es gibt jedoch ein erhebliches Hindernis, das dieses optimistische Bild trüben könnte. Es wird erwartet, dass eine arktische Kältewelle und ein Sturmsystem am Wochenende ungewöhnlich kalte Temperaturen und starke Winde in die Region des Kennedy Space Center in Florida bringen werden. NASA-Vertreter geben an, dass notwendige Maßnahmen ergriffen wurden, um die Auswirkungen der Kälte auf die Hardware zu minimieren und die Systeme zu schützen. Dennoch könnten die Wetterbedingungen die Testpläne durchkreuzen.
In diesem als „Wet Dress Rehearsal“ bezeichneten Prozess stehen die SLS-Rakete und das Orion-Raumschiff vollständig montiert auf der Startrampe. Während des Tests wird das Team mehr als 2,6 Millionen Liter kryogenen Treibstoff in die Rakete füllen. Der Countdown wird simuliert, ohne die Triebwerke zu zünden, gefolgt von einer Probe zur sicheren Entleerung des Treibstoffs. Die Artemis 2 Besatzung wird sich aus Sicherheitsgründen während dieses Tests nicht im Raumschiff befinden.
Nach den strengen Kriterien der NASA kann keine Betankung durchgeführt werden, wenn die Temperatur in bestimmten Höhen unter 5,2 Grad Celsius fällt. Extreme Kälte kann dazu führen, dass Dichtungen und Ventile spröde werden, sich Eis auf der Hardware bildet und thermische Instabilitäten entstehen. Vorhersagen deuten darauf hin, dass die Temperaturen in der Region auf bis zu -3 Grad sinken könnten.
Sollten die Temperaturen unter die Grenzwerte fallen, wird die NASA gezwungen sein, den Test zu verschieben. Da die Kältewelle voraussichtlich bis in die erste Februarhälfte andauern wird, bleibt ungewiss, wann sich die nächste Gelegenheit bietet.





