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Rapidus forciert 2nm-Chips: Massenproduktion für 2028 geplant

Der japanische Chiphersteller Rapidus strebt mit seinem 2nm „2HP“-Verfahren bis 2028 die Hochlauf-Serienproduktion an und will technisch mit TSMC gleichziehen.


13.02.2026 11:41|0|16|Google News
Rapidus forciert 2nm-Chips: Massenproduktion für 2028 geplant

Der führende japanische Halbleiterhersteller Rapidus hat seine Pläne zur aggressiven Kapazitätssteigerung im 2-Nanometer-Fertigungsprozess konkretisiert. Das Unternehmen strebt an, bis zum Jahr 2028 eine monatliche Kapazität von zehntausenden Wafern zu erreichen und damit eine der ambitioniertesten Chip-Produktionsstätten des Landes zu realisieren.

Rapidus forciert 2nm-Chips: Massenproduktion für 2028 geplant

2028 als Wendepunkt

Gemäß der Roadmap von Rapidus wird das Unternehmen die Kapazität im 2nm-Prozess schrittweise, aber zügig ausbauen. Die Planung sieht vor, im Jahr 2027 eine monatliche Produktion von 6.000 Wafern (WPM) zu erreichen. Diese Kapazität soll im Jahr 2028 vervierfacht und auf 25.000 WPM gesteigert werden. Langfristig ist eine Ausweitung der Gesamtkapazität auf rund 60.000 WPM vorgesehen.


Diese Zahlen haben das Potenzial, Rapidus nicht nur in Japan, sondern auch weltweit zu einem bedeutenden Akteur im Bereich fortschrittlicher Fertigungstechnologien zu machen. Besonders angesichts der aktuell rekordverdächtigen Nachfrage nach hochentwickelten Produktionsprozessen gilt die Bereitstellung signifikanter Kapazitäten in der 2nm-Klasse als strategischer Vorteil.

Bezeichnung als 2HP

Die 2nm-Technologie von Rapidus wird unter dem Namen „2HP“ geführt. Obwohl technische Details noch begrenzt sind, deuten bisherige Daten darauf hin, dass das Verfahren eine Logikdichte von 237,31 Millionen Transistoren pro Quadratmillimeter (MTr/mm²) bieten wird. Dieser Wert liegt auf dem gleichen Niveau wie der N2-Prozess von TSMC, der in der Branche als Referenz gilt.


Zudem verfolgt das Unternehmen einen differenzierten Produktionsansatz: Rapidus plant den Einsatz eines Single-Wafer-Front-End-Modells. Diese Methode ermöglicht es, Prozessoptimierungen zunächst bei begrenztem Produktionsvolumen durchzuführen und die erzielten Verbesserungen anschließend für die Hochvolumenproduktion zu skalieren.


Einer der wichtigsten Meilensteine von Rapidus in naher Zukunft ist die Bereitstellung von PDK-Paketen (Process Design Kits) für Kunden noch in diesem Jahr. Die Freigabe der PDKs bedeutet, dass Design-Firmen mit der Entwicklung von Chips beginnen können, die für den 2nm-Prozess von Rapidus optimiert sind. Während die volle Serienproduktion für 2028 geplant ist, werden die kommenden zwei Jahre für Rapidus entscheidend sein, um sowohl die technische Reife zu erlangen als auch ein Kundenportfolio aufzubauen.

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