Der Speicherhersteller SK Hynix hat angekündigt, bis Ende 2027 EUV-Lithografiesysteme im Wert von 11,9 Billionen Won (ca. 7,9 Milliarden US-Dollar) von ASML zu erwerben. Laut Bloomberg ist dieser Deal der größte jemals öffentlich bekannt gegebene EUV-Einzelauftrag für ASML. SK Hynix gab an, dass diese Maschinen für die Massenproduktion von Produkten der nächsten Generation eingesetzt werden sollen, um die durch Künstliche Intelligenz getriebene Nachfrage nach Speicherlösungen zu decken.
Rund 30 EUV-Maschinen werden geliefert
Der Bernstein-Analyst David Dao schätzt, dass dieser Auftrag etwa 30 EUV-Maschinen umfasst, die innerhalb der nächsten zwei Jahre ausgeliefert werden sollen. Diese Zahl liegt leicht über den zuvor prognostizierten 26 Einheiten. Die Anlagen werden im M15X-Werk in Cheongju, das auf die HBM-Produktion spezialisiert ist, sowie im Yongin-Halbleiterkomplex für die fortschrittliche DRAM-Fertigung zum Einsatz kommen.
Das Unternehmen hat den Zeitplan für das Yongin-Projekt beschleunigt und die Eröffnung des ersten Reinraums von Mai 2027 auf Februar 2027 vorgezogen. Für die erste Phase in Yongin ist eine Gesamtinvestition von 31 Billionen Won (ca. 21,5 Milliarden Dollar) geplant. Nach Fertigstellung wird die Anlage über zwei Hauptgebäude und sechs Reinräume verfügen. Im M15X-Werk begann die Wafer-Verarbeitung bereits im Februar, nachdem der erste Reinraum im Oktober letzten Jahres eröffnet wurde.
ING-Analyst Marc Hesselink weist darauf hin, dass dieser Großauftrag vorgezogen wurde, um die Geräteversorgung vor der Konkurrenz zu sichern. Laut Hesselink könnte SK Hynix zudem die Ausgaben für DUV-Lithografiemaschinen erhöhen, die kürzere Lieferzeiten haben.
Auftragsbestand von ASML nähert sich 40 Milliarden Euro
ASML, das im Januar Pläne zum Abbau von etwa 1.700 Führungspositionen bekannt gab, verfügte per Ende 2025 über einen Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro. Auch andere große Hersteller wie Samsung und TSMC gehören zu den wichtigsten Kunden für EUV-Equipment.
Die beschleunigten Investitionen in die KI-Infrastruktur setzen das globale DRAM- und HBM-Angebot unter Druck, während die Unternehmen in einen Wettlauf um Kapazitätserweiterungen treten. Derzeit hält SK Hynix mehr als 60 % des globalen HBM-Marktes und ist einer der Hauptlieferanten von Nvidia. Samsung baut jedoch seine EUV-basierte HBM-Produktion ebenfalls aggressiv aus.





