Meta-CEO Mark Zuckerberg hat die neue Funktion "Incognito Chat" für die KI-Plattform des Unternehmens angekündigt. Laut Zuckerberg ist das System das erste große KI-Produkt, bei dem Nutzergespräche nicht auf Servern aufgezeichnet werden.
Dank der neuen Infrastruktur werden Chats mit Meta AI nach Beendigung der Sitzung vollständig gelöscht und nicht im Verlauf des Nutzers gespeichert. Laut Meta bietet der Incognito Chat neben temporären Chats auch Unterstützung für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (end-to-end encryption). Das Unternehmen betont, dass sich diese Funktion von ähnlichen "geheimen Chat"-Modi auf Konkurrenzplattformen unterscheidet. Meta hatte kürzlich die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Instagram entfernt.
"Selbst wir können die Gespräche nicht sehen"
Mark Zuckerberg erklärte in seiner Stellungnahme, dass andere KI-Plattformen zwar temporäre Chat-Optionen anbieten, die Nutzernachrichten und Antworten in diesen Systemen jedoch von den Unternehmen eingesehen werden können. Bei Metas neuer Lösung sei die Situation jedoch anders.
Laut Zuckerberg können Gespräche, die über den Incognito Chat geführt werden, von keiner Partei, einschließlich Meta, gelesen werden. Nach Angaben von Meta werden die Chats nach Ablauf der Nutzersitzung nicht gespeichert, nicht auf Servern aufbewahrt und nicht zum Chatverlauf hinzugefügt. Von der Arbeitslogik her wird das System mit den Inkognito-Modi in Browsern verglichen, Meta weist jedoch darauf hin, dass die hinzugefügte Verschlüsselungsebene der Hauptunterschied ist.
Andererseits wird angegeben, dass Google temporäre Chatdaten auf Gemini bis zu 72 Stunden lang speichert. Bei OpenAI können temporäre Chat-Aufzeichnungen von ChatGPT bis zu 30 Tage aufbewahrt werden. Auf der Plattform Claude von Anthropic wird angegeben, dass geheime Chats mindestens 30 Tage lang gespeichert werden.
WhatsApp-Infrastruktur wird genutzt
Meta erklärte, dass der Incognito Chat auf der im letzten Jahr für WhatsApp entwickelten Private Processing-Technologie basiert. Diese Infrastruktur wurde entwickelt, um eine sichere Datenverarbeitung zu gewährleisten.
Die neue Funktion wird in den kommenden Monaten schrittweise eingeführt. In der ersten Phase wird sie sowohl innerhalb von WhatsApp als auch in der eigenständigen Meta AI-App verfügbar sein. Das Unternehmen hat noch keine Details zum globalen Veröffentlichungszeitplan oder dazu mitgeteilt, in welchen Regionen sie zuerst aktiv sein wird.





