TechSpielWelt

Google-Interviews: Bewerber werden künftige KI nutzen

Google startet ein Pilotprojekt, das Bewerbern in Software-Interviews die Nutzung von KI-Assistenten erlaubt. Gemessen werden Code-Verständnis und KI-Kompetenz.


12.05.2026 11:39|0|0|Google News
Google-Interviews: Bewerber werden künftige KI nutzen

Die KI-Revolution, die heute fast jede Branche betrifft, wirkt sich zunächst am stärksten auf diejenigen aus, die diese Technologie entwickeln, nämlich das Silicon Valley. Unternehmen wie Google, Meta und Microsoft setzen KI heute aktiv in ihren Programmierprozessen ein. Das verändert die Dynamik in der Technologiewelt rasant. Während die Beschäftigungsmöglichkeiten in diesen Unternehmen schrumpfen, wird von den verbleibenden Mitarbeitern erwartet, dass sie sich an eine neue Zukunft anpassen, in der sie mit KI zusammenarbeiten.

Google-Interviews: Bewerber werden künftige KI nutzen

Die jüngsten Nachrichten von Google sind eines der bisher greifbarsten Beispiele für diesen Wandel in der Technologiewelt. Google hat damit begonnen, ein neues System für Vorstellungsgespräche für Software-Engineering-Positionen zu testen, bei dem Bewerber einen KI-Assistenten nutzen dürfen. Einem internen Dokument zufolge zielt dieser neue Prozess darauf ab, ein Einstellungsmodell zu schaffen, das besser auf die moderne Ingenieurswelt abgestimmt ist. Das Pilotprogramm, das zunächst in bestimmten Teams in den USA implementiert wird, soll bei Erfolg auf breiterer Ebene eingesetzt werden.

Das Verstehen von KI-generiertem Code wird wichtiger als das Schreiben von Code

Im neuen System von Google fällt insbesondere die Phase des Verstehens und Analysierens von bestehendem Code auf. In diesem Format, das in der zweiten Jahreshälfte eingeführt werden soll, können Bewerber die Hilfe eines zugelassenen KI-Assistenten in Anspruch nehmen, während sie eine vorgegebene Codebasis lesen und analysieren. Von den Kandidaten wird nicht nur erwartet, dass sie Code schreiben, sondern auch, dass sie das bestehende System verstehen, Fehler erkennen, Leistungsoptimierungen vornehmen und die von der KI generierten Ergebnisse überprüfen.


Darüber hinaus wird hier nicht nur das technische Wissen bewertet. Laut Google werden Interviewer nun auch die Kompetenz der Bewerber in der Zusammenarbeit mit Künstlicher Intelligenz messen. In diesem Zusammenhang wird es zu einem wichtigen Kriterium, dass Bewerber die richtigen Befehle (Prompts) schreiben, Fehler in den Antworten der KI erkennen und diese Ergebnisse bei Bedarf korrigieren können. Der in der Pilotphase eingesetzte KI-Assistent wird Googles eigenes Modell, Gemini, sein.


Google erklärte kürzlich, dass etwa 75 Prozent des neuen Codes, der im Unternehmen erstellt wird, mittlerweile mit KI-Unterstützung generiert wird. Ähnlich äußerte sich OpenAI-Präsident Greg Brockman, der angab, dass der Anteil von KI am Softwareentwicklungsprozess in kurzer Zeit von 20 Prozent auf 80 Prozent gestiegen sei. Dieser Wandel zeigt, dass sich auch die Natur des Software-Engineering-Berufs zu verändern beginnt. In der Vergangenheit wurde in technischen Vorstellungsgesprächen von Bewerbern oft erwartet, dass sie Algorithmen auswendig aufschreiben oder klassische Probleme mit bestimmten Datenstrukturen lösen. Da generative KI bei solchen Aufgaben jedoch immer erfolgreicher wird, konzentrieren sich Unternehmen auf andere Fähigkeiten. Es geht nicht mehr nur darum, Code schreiben zu können, sondern den von der KI generierten Code zu verstehen, Sicherheitslücken zu erkennen und das entstehende System richtig zu steuern.

Teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare (0)

Kommentare werden geladen...

Einen Kommentar hinterlassen

Kategorien

Yükleniyor...

Folge uns

👍