Ein autonomes Fahrzeug des zu Alphabet gehörenden Unternehmens Waymo hat in der Nähe einer Grundschule in Kalifornien ein Kind erfasst. Das Unternehmen gab den Unfall, der sich am Freitag ereignete, am Mittwoch in einem Blogbeitrag bekannt. Waymo gab an, die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA noch am Unfalltag freiwillig informiert zu haben. Die NHTSA teilte Waymo daraufhin mit, dass sie aufgrund des Vorfalls eine offizielle Untersuchung einleiten werde.
Waymo Robotaxi erfasst Kind in Schulzone: Untersuchung eingeleitet
Waymo, das in Los Angeles und anderen Städten Robotaxi-Dienste anbietet, erklärte, dass das Kind plötzlich hinter einem geparkten, hohen SUV auf die Straße gelaufen sei. Laut Unternehmensdaten erkannte die autonome Fahrtechnologie das Kind und leitete sofort eine Vollbremsung ein, wodurch die Geschwindigkeit von etwa 27 km/h auf unter 10 km/h reduziert wurde. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich kein Sicherheitsfahrer im Fahrzeug.
Nach dem Unfall wurde berichtet, dass das Kind aufstand, zum Gehweg ging und nur leichte Verletzungen erlitt. Waymo-Mitarbeiter riefen umgehend den Notruf 911, und das Fahrzeug wartete am Straßenrand, bis die Polizei die Untersuchung abgeschlossen hatte. In der Ermittlungsakte der NHTSA wurde hervorgehoben, dass sich der Vorfall während der Schulschlusszeiten ereignete, als andere Kinder und ein Schülerlotse anwesend waren. Die Behörde prüft nun, ob das Fahrzeug in der Schulzone mit der nötigen Sorgfalt betrieben wurde.
In seinem Bericht betonte Waymo die Bedeutung seiner Sicherheitssysteme und behauptete, dass ein aufmerksamer menschlicher Fahrer in der gleichen Situation das Kind mit einer höheren Geschwindigkeit hätte treffen können. Das Unternehmen gibt an, dass es bis März 2025 auf einer Strecke von 71 Millionen Meilen deutlich weniger Unfälle mit Verletzten verursacht hat als menschliche Fahrer. Dennoch stand das Unternehmen bereits zuvor wegen Problemen in Baustellenbereichen und eines Vorfalls in San Francisco, bei dem eine Katze überfahren wurde, in der Kritik.





