Die Lieferkrise bei DRAM-Speichern weitet sich nun auch auf den HDD-Markt (Festplatten) aus. Western Digital gab bekannt, dass die Produktionskapazitäten für Festplatten aufgrund der steigenden Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz (KI) und Cloud-Diensten fast vollständig erschöpft sind. Laut Unternehmensführung ist die Produktion für das Kalenderjahr 2026 weitgehend ausverkauft, zudem wurden langfristige Lieferverträge mit führenden Kunden unterzeichnet. Es wird erwartet, dass die Preise rapide steigen werden.
Rekord bei Unternehmensbestellungen
Es ist bekannt, dass die KI-Nachfrage den gesamten DRAM-Markt beeinflusst; seit Monaten gibt es jedoch Warnungen, dass auch mechanische HDDs betroffen sein würden. Western Digital (WD) bestätigte nun, dass die Kapazitäten erschöpft sind. Die Umsatzverteilung des Unternehmens verdeutlicht diesen Wandel: Während 89 % des Gesamtumsatzes aus dem Cloud-Bereich stammen, ist der Anteil des Konsumentensegments auf nur noch 5 % gesunken.
Große Rechenzentren benötigen Speicherplatz im Exabyte-Bereich für Webdaten, Backups, verarbeitete Datensätze und KI-Inferenzprotokolle. An dieser Stelle werden aufgrund von Kostenvorteilen gegenüber SSDs hochkapazitive HDDs bevorzugt. Die jüngste intensive Nachfrage hat die HDD-Preise auf den höchsten Stand der letzten zwei Jahre getrieben.
Insbesondere durch Bestellungen aus den USA und China entsteht ein erheblicher Engpass auf der Angebotsseite. Die Strategie des Unternehmens basiert nun primär auf hochkapazitiven, kostenorientierten Lösungen für riesige Rechenzentren statt auf dem Privatkundenmarkt. Da die KI-Investitionen anhalten, wird nicht erwartet, dass der Kapazitätsdruck bei HDDs in absehbarer Zeit nachlässt.





