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Humanoide Roboter von Figure AI arbeiten 8 Stunden nonstop

Die humanoiden Roboter von Figure AI arbeiteten dank des KI-Systems Helix-02 acht Stunden ohne menschliches Eingreifen. Pakete wurden in 2,8 Sekunden verarbeitet.


14.05.2026 15:48|0|1|Google News
Humanoide Roboter von Figure AI arbeiten 8 Stunden nonstop

Das in den USA ansässige Robotikunternehmen Figure AI gab bekannt, dass seine humanoiden Roboter Figure 03 mit dem neu entwickelten KI-System Helix-02 nun völlig autonom und über ähnliche Zeiträume wie Menschen arbeiten können. Nach Angaben des Unternehmens können die Roboter volle 8-Stunden-Schichten ohne menschliches Eingreifen absolvieren. Nach Ablauf der Zeit wird die Schicht an einen anderen Roboter übergeben.

Live übertragen

Figure AI teilte auf X mit, dass eine Gruppe humanoider Roboter acht Stunden lang auf "menschlichem Leistungsniveau" arbeitete. Das Unternehmen betonte insbesondere, dass das System vollautonom lief. Die gesamte Arbeitsschicht wurde live gestreamt und die Übertragung dauert noch an.


Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels arbeiteten die Roboter bereits seit über 14 Stunden und hatten mehr als 18.000 Pakete verarbeitet. Es wird ein 24-Stunden-Stream erwartet. Das Arbeitsteam besteht aus den Robotern Bob, Frank und Gary.


Im Versuchsaufbau erkennen die Roboter in einer an ein Logistikzentrum erinnernden Umgebung Pakete auf einem Förderband und richten sie so aus, dass die Barcodes nach unten zeigen. Laut Figure AI wird der gesamte Prozess von dem neuronalen Netzwerksystem Helix-02 gesteuert, das vom Unternehmen entwickelt wurde. Es wird hervorgehoben, dass während des Betriebs keine menschliche Kontrolle erforderlich ist.

21 Pakete pro Minute verarbeitet

Humanoide Roboter von Figure AI arbeiten 8 Stunden nonstop

Derzeit verarbeiten die Roboter 21 Pakete pro Minute. Dies entspricht einer Verarbeitungszeit von etwa 2,8 Sekunden pro Paket. Brett Adcock, CEO des Unternehmens, hatte zuvor erklärt, dass die Roboter ein "menschliches Leistungsniveau" erreicht hätten und die Verarbeitungsgeschwindigkeit auf unter drei Sekunden gesunken sei. Der Livestream soll diese Behauptung in Echtzeit belegen.


Die von den Robotern verarbeiteten Pakete beschränkten sich nicht auf Standardkartons. Auf den Aufnahmen waren neben unterschiedlich großen Kartons auch flexibel aufgebaute, farbige Kunststoffverpackungen zu sehen. Laut Figure AI beweist diese Vielfalt die Fähigkeit des Helix-02-Systems, verschiedene Objekte zu erkennen und zu verarbeiten.

End-to-End-KI im Einsatz

Eines der wichtigsten Details, das das Unternehmen hervorhob, war die verwendete Softwarearchitektur. Anstelle der in der klassischen Robotik üblichen, handgeschriebenen C++-basierten Bewegungsplanungscodes nutzt Figure AI einen End-to-End-Lernansatz, den es als "Software 2.0" bezeichnet.

In diesem System berechnet das KI-Modell direkt die auf die Motoren auszuübenden Drehmomentwerte und steuert so die Bewegungen des Roboters. Dadurch kann der Roboter die Objekterkennung, das Greifen, die Ausrichtung und die Bewegungskoordination in einem einzigen Lernsystem durchführen.

Auch Fehler im Stream sichtbar

Das System arbeitete während des Livestreams nicht völlig fehlerfrei. In der Anfangsphase war zu sehen, wie einer der Roboter einen Karton falsch drehte und der Barcode nicht in der gewünschten Ausrichtung lag. Manchmal gab es kurze Pausen, und einige Pakete wurden übersehen. Für Figure AI ist der entscheidende Punkt jedoch, dass das System nach einem Fehler nicht komplett ausfiel und seine Aufgabe fortsetzen konnte.


Das Unternehmen argumentiert, dass gelegentliche kleine Fehler bei langfristigen autonomen Operationen natürlich seien und dass es wichtig sei, dass die Roboter ihre Aufgaben ohne Systemabstürze fortsetzen könnten.

Roboter können Störungen selbst erkennen und einen Austausch anfordern

Brett Adcock hatte bereits vor dem Livestream eingeräumt, dass während des achtstündigen Dauerbetriebs mit hoher Wahrscheinlichkeit technische Probleme auftreten würden. Aus diesem Grund habe das Unternehmen eine spezielle Struktur namens "Multi-Roboter-Koordination" entwickelt.


Laut Adcock kann ein Roboter eine Selbstdiagnose durchführen, wenn er ein Systemproblem erkennt. Wenn das Problem bestehen bleibt, fährt der Roboter autonom in den Wartungsbereich und fordert einen anderen Roboter aus der Flotte auf, die Aufgabe zu übernehmen. Während dieses gesamten Prozesses gibt es kein menschliches Eingreifen.


Obwohl die Übertragung aus technischer Sicht bemerkenswert ist, bewerteten einige Experten den Umfang der Demonstration als begrenzt. Die Kritik konzentrierte sich darauf, dass die Roboter nur auf eine einzige Aufgabe fokussiert waren. Die gleiche Paketweiterleitung über acht Stunden hinweg reichte einigen Kommentatoren nicht aus, um die Vision eines universellen humanoiden Roboters zu untermauern. Der Zweck von Figure AI wird jedoch darin gesehen, die physische Ausdauer der Roboter zu demonstrieren und zu zeigen, dass sie lange Schichten ohne menschliche Unterstützung arbeiten können.

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