Laut dem jüngsten Bericht des Marktforschungsunternehmens TrendForce könnte die Nachfrage nach Feststoffbatterien für humanoide Roboter bis zum Jahr 2035 ein Niveau von 74 GWh überschreiten. Diese Zahl entspricht einer tausendfachen Steigerung im Vergleich zum Jahr 2026.
Bedeutung von Feststoffbatterien nimmt zu
Der Bericht betont, dass humanoide Roboter bis 2026 einen kritischen Wendepunkt in Bezug auf die Kommerzialisierung erreichen werden. In diesem Prozess werden Batterien als primäre Energiequelle der Roboter eine entscheidende Rolle für Leistung und Einsatzszenarien spielen. Derzeit werden die meisten humanoiden Roboter mit Lithium-Batterien mit flüssigem Elektrolyten betrieben. Die Erwartung an längere Betriebszeiten und stabile Leistung unter hoher Last macht jedoch Feststoff-Lithium-Batterien mit hoher Energiedichte zur Hauptlösung der Zukunft.
TrendForce prognostiziert, dass die weltweiten Auslieferungen von humanoiden Robotern im Jahr 2026 die Zahl von 50.000 Einheiten überschreiten werden. Dies deutet auf ein jährliches Wachstum von über 700 Prozent hin. Ein so rasanter Anstieg macht eine ebenso schnelle Weiterentwicklung der Energiespeichertechnologien erforderlich.
Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass der derzeit am häufigsten bevorzugte Batterietyp in Robotersystemen Lithium-Batterien mit hohem Nickelgehalt (NMC/NCA) sind. Diese Batterien stellen aufgrund ihrer relativ hohen Energiedichte die Basislösung insbesondere für humanoide Roboter dar.
Aktuelle Systeme erreichen kaum mehr als 4 Stunden
Die meisten aktuellen humanoiden Roboter bieten eine Betriebszeit zwischen 2 und 4 Stunden, wobei die Batteriekapazitäten in der Regel unter 2 kWh liegen. Beispielsweise kann das Modell Unitree H1 mit seiner 0,864-kWh-Batterie im statischen Betrieb weniger als vier Stunden arbeiten. Das Modell Optimus Gen2 von Tesla hingegen bietet mit seinem 2,3-kWh-Batteriesystem eine dynamische Betriebszeit von etwa zwei Stunden.
Eine der Methoden zur Verlängerung der Betriebszeit auf 5 bis 8 Stunden sind Batteriewechselstrategien. Laut TrendForce ermöglichen das Modell Digit von Agility Robotics und der Apollo-Roboter von Apptronik dank Plug-and-Play-Batterietechnologie einen Batteriewechsel ohne Systemneustart. Dieser Ansatz bietet theoretisch die Möglichkeit für einen 24-stündigen Dauerbetrieb.
Eine weitere Methode konzentriert sich auf die direkte Erhöhung der Batteriekapazität. Batterietechnologien mit hoher Energiedichte spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Einige humanoide Roboter wie Xpeng Iron, GAC GoMate und Engine AI T800 konnten ihre Betriebszeiten durch den Einsatz von Feststoffbatterien bereits auf über 4 Stunden steigern.





