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Intels KI-GPU für Rechenzentren: Crescent Island

Intel hat seine neue Rechenzentrums-GPU mit dem Codenamen 'Crescent Island' vorgestellt, die sich auf KI-Inferenz konzentriert und mit 160 GB LPDDR5X-Speicher ausgestattet ist.


22.10.2025 01:35|0 Kommentare|65
Intels KI-GPU für Rechenzentren: Crescent Island

Intel hat eine neue Grafikprozessoreinheit (GPU) für Rechenzentren im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) angekündigt. Dieser neue Chip mit dem Codenamen „Crescent Island“ wurde speziell für KI-Inferenzaufgaben entwickelt. Mit diesem Produkt zielt Intel auf Organisationen ab, die Effizienz, Kosten und Kompatibilität gegenüber reiner Rechenleistung priorisieren. Das Unternehmen möchte seine Präsenz auf dem Servermarkt stärken, anstatt direkt mit Nvidias Flaggschiff-Lösungen zu konkurrieren. Die Karte ist mit Standard-Luftgekühlten Rechenzentrumsumgebungen kompatibel.

Intel stellt neue KI-GPU Crescent Island mit 160 GB LPDDR5X-Speicher vor

Die neue GPU wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Produktion gehen. Crescent Island wird die Xe3P-Architektur nutzen, eine Weiterentwicklung des Xe3-Designs, das in Intels kommenden Panther Lake-Prozessoren enthalten ist. Diese Architektur stellt eine Verbindung zu Intels breiterem GPU-Ökosystem her. Die gemeinsame Architektur mit den Laptop-GPUs des Unternehmens könnte die Produktion und Entwicklung vereinfachen.

Intels KI-GPU für Rechenzentren: Crescent Island

Das bemerkenswerteste technische Detail von Crescent Island ist die Verwendung von 160 GB LPDDR5X-Speicher. Diese Konfiguration ist bei Rechenzentrums-Beschleunigern selten zu sehen. Die Kapazität von 160 GB deutet wahrscheinlich auf die Verwendung von 20 separaten LPDDR5X-Chips hin. Dies könnte auf 640-Bit-Speicherschnittstellen bei einer einzelnen GPU oder 320-Bit-Schnittstellen bei einem Dual-GPU-Design hindeuten. Intels Bevorzugung von LPDDR5X anstelle von herkömmlichem GDDR6 oder HBM spiegelt die Bedeutung von Kosteneffizienz und geringem Stromverbrauch wider.

Intels KI-GPU für Rechenzentren: Crescent Island

Diese technische Strategie bringt jedoch einige Kompromisse mit sich. LPDDR5X-Speicher können nicht im „Butterfly-Modus“ wie GDDR6 oder GDDR7 betrieben werden. Dies schränkt ein, wie effizient die Speicher mit der GPU eine Schnittstelle bilden können. Die Einrichtung bietet zwar ausreichend Bandbreite für Inferenzaufgaben, erreicht jedoch möglicherweise nicht das Niveau von hochleistungsfähigen GPUs, die für das Training optimiert sind. Intel beschreibt Crescent Island als „leistungs- und kostenorientiert“ und signalisiert damit klar, dass der Fokus auf Praktikabilität liegt und nicht auf Rekordleistung.

Die ausschließliche Fokussierung der GPU auf Inferenz bedeutet, dass sie darauf ausgelegt ist, vorab trainierte Modelle effizient auszuführen, anstatt Modelle von Grund auf neu zu trainieren. Crescent Island ist Teil von Intels fortlaufenden Bemühungen, eine zuverlässige Alternative zu Nvidia und AMD in der KI-Hardware zu schaffen. Die Architektur unterstützt zudem eine breite Palette von Datentypen, die Rechenzentrumsbetreiber ansprechen können, die unterschiedliche Inferenzmodelle verwenden.

Intel hat noch keine detaillierten Leistungszahlen veröffentlicht, weshalb unklar bleibt, wie Crescent Island im Vergleich zu seinen Konkurrenten positioniert sein wird.

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