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Intels KI-Schritt für Rechenzentren: Crescent Island

Intel hat seine neue Rechenzentrums-GPU mit dem Codenamen „Crescent Island“ vorgestellt, die für KI-Inferenz entwickelt wurde und über 160 GB LPDDR5X-Speicher verfügt.


22.10.2025 01:34|0 Kommentare|42
Intels KI-Schritt für Rechenzentren: Crescent Island

Intel hat einen neuen Grafikprozessor (GPU) für Rechenzentren im Bereich der künstlichen Intelligenz angekündigt. Dieser neue Chip mit dem Codenamen „Crescent Island“ wurde speziell für KI-Inferenzaufgaben (Inference) entwickelt. Mit diesem Produkt zielt Intel auf Unternehmen ab, die Effizienz, Kosten und Kompatibilität gegenüber reiner Rohleistung priorisieren. Das Unternehmen möchte mit dieser Karte, die mit standardmäßigen luftgekühlten Rechenzentrumsumgebungen kompatibel ist, seine Präsenz auf dem Servermarkt stärken, anstatt direkt mit den Flaggschiff-Lösungen von Nvidia zu konkurrieren.

Intel stellt neue KI-GPU Crescent Island mit 160 GB LPDDR5X-Speicher vor

Es wird erwartet, dass die neue GPU in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Produktion gehen wird. Crescent Island wird die Xe3P-Architektur verwenden, eine Verbesserung des Xe3-Designs, das in Intels kommenden Panther Lake Prozessoren enthalten ist. Während diese Architektur eine Verbindung zu Intels breiterem GPU-Ökosystem herstellt, könnte die gemeinsame Nutzung einer Architektur mit den Laptop-GPUs des Unternehmens die Produktion und Entwicklung vereinfachen.

Intels KI-Schritt für Rechenzentren: Crescent Island

Das auffälligste technische Detail von Crescent Island ist die Verwendung von 160 GB LPDDR5X-Speicher. Diese Konfiguration ist bei Rechenzentrumsbeschleunigern selten. Die Kapazität von 160 GB deutet wahrscheinlich auf die Verwendung von 20 einzelnen LPDDR5X-Chips hin. Dies könnte auf 640-Bit-Speicherschnittstellen bei einer einzelnen GPU oder 320-Bit-Schnittstellen in einem Dual-GPU-Design hindeuten. Intels Bevorzugung von LPDDR5X gegenüber herkömmlichem GDDR6 oder HBM spiegelt die Betonung auf Kosteneffizienz und geringen Stromverbrauch wider.

Intels KI-Schritt für Rechenzentren: Crescent Island

Diese technische Strategie bringt jedoch einige Kompromisse mit sich. LPDDR5X-Speicher kann nicht im „Clamshell-Modus“ wie GDDR6 oder GDDR7 betrieben werden. Dies schränkt ein, wie effizient der Speicher mit der GPU eine Schnittstelle bilden kann. Obwohl die Einrichtung genügend Bandbreite für Inferenzaufgaben bietet, erreicht sie möglicherweise nicht das Niveau von hochleistungsoptimierten GPUs für das Training. Intel beschreibt Crescent Island als „leistungs- und kostenorientiert“ und demonstriert damit klar den Fokus auf Praktikabilität statt auf rekordverdächtige Leistung.

Die ausschließliche Ausrichtung der GPU auf Inferenz bedeutet, dass sie darauf ausgelegt ist, vorab trainierte Modelle effizient auszuführen, anstatt Modelle von Grund auf neu zu trainieren. Crescent Island ist Teil von Intels anhaltendem Bestreben, eine glaubwürdige Alternative zu Nvidia und AMD im Bereich der KI-Hardware zu schaffen. Die Architektur unterstützt auch eine breite Palette von Datentypen, die Rechenzentrumsbetreiber ansprechen dürften, die unterschiedliche Inferenzmodelle verwenden.

Intel hat noch keine detaillierten Leistungskennzahlen veröffentlicht, sodass unklar bleibt, wie sich Crescent Island im Vergleich zu seinen Konkurrenten positionieren wird.

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