Microsoft gab bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 bekannt, dass der Gesamtumsatz des Unternehmens gestiegen ist, jedoch im Bereich „Personal Computing“ ein Rückgang von 3 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurde. Laut dem Unternehmen war der Hauptgrund für diesen Rückgang die schwache Performance im Gaming-Sektor.
Xbox-Hardware-Verkäufe um 32 % gesunken
Die veröffentlichten Zahlen verdeutlichen das Ausmaß des Rückgangs. Während der gesamte Gaming-Umsatz um 9 % sank, gingen die Erlöse aus Xbox-Hardware im Jahresvergleich um beachtliche 32 % zurück. Die Einnahmen aus Xbox-Inhalten und -Diensten fielen um 5 %. Obwohl dieser Posten auch den Game Pass umfasst, reichten die Abonnementserlöse nicht aus, um das Gesamtbild zu stabilisieren.
Microsoft-CFO Amy Hood erklärte, dass insbesondere die First-Party-Inhalte im Gaming-Bereich hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien und Wertminderungen in der Spielesparte die Betriebskosten erhöht hätten. Laut Unternehmensangaben stiegen die Ausgaben im Zusammenhang mit dem Spielbetrieb im Vergleich zum Vorjahr um 6 %.
Andererseits verzeichneten die Windows-OEM- und Geräteumsätze ein leichtes Plus, während die Werbeeinnahmen aus Suche und Nachrichten um 10 % wuchsen. Die Bereiche Microsoft Cloud und Azure setzten ihre starke Performance fort und spielten eine entscheidende Rolle beim allgemeinen Umsatzwachstum des Unternehmens. Die aktuelle Situation zeigt, dass die Rechenzentrumsumsätze das traditionelle PC-Ökosystem aus Windows, Surface und Xbox deutlich hinter sich gelassen haben.
Der Rückgang der Hardware-Verkäufe bei Xbox ist auf die fast fünf Jahre alte Konsolenarchitektur, fehlende Preissenkungen und einen begrenzten Veröffentlichungsplan für First-Party-Spiele zurückzuführen. Zudem führt die Strategie von Microsoft, eigene Spiele auf Konkurrenzplattformen anzubieten, dazu, dass die Xbox ihre hardwareorientierte Attraktivität verliert.





