Microsoft und Nvidia haben eine neue Zusammenarbeit gestartet, um den Bau von Kernkraftwerken zu beschleunigen und den steigenden Energiebedarf von KI-Rechenzentren zu decken. Die Partnerschaft konzentriert sich darauf, Verzögerungen in den jahrelangen Lizenzierungs- und Bauprozessen zu reduzieren.
Digitale Installation vor Baubeginn fertiggestellt
Das entwickelte System vereint generative KI, Digital-Twin-Technologie und die Omniverse-Plattform von Nvidia. Dadurch können Kernkraftwerke digital modelliert werden, noch bevor der Bau beginnt.
Insbesondere in der Genehmigungsphase können zehntausende Seiten technischer Dokumente von der KI erstellt und Mängel automatisch erkannt werden. Während des Bauprozesses werden potenzielle Verzögerungen durch fortschrittliche Simulationen zur Zeit- und Kostenüberwachung frühzeitig vorhergesehen.
Dieser Ansatz ermöglicht den sofortigen Vergleich des Projektfortschritts mit dem digitalen Modell und hilft dabei, Zeitkonflikte und Kostenabweichungen frühzeitig zu erkennen. Dieselbe Technologie wird bereits in Nvidias Rechenzentrumsdesigns der nächsten Generation eingesetzt.
Das gesamte geplante Ökosystem läuft auf der Azure-Infrastruktur. Im Technologie-Stack sind die AI Enterprise-Plattform, Earth-2, PhysicsNeMo, Isaac Sim und Metropolis von Nvidia sowie Microsofts Generative AI for Permitting Solution Accelerator und Planetary Computer enthalten.
Erhebliche Einsparungen möglich
Die ersten Ergebnisse in der Praxis sind bemerkenswert. Aalo Atomics gab bekannt, dass durch Microsofts generative KI-Lösung die Arbeitsbelastung in Genehmigungsverfahren um 92 % gesenkt und jährlich etwa 80 Millionen Dollar eingespart werden konnten.
Aalo Atomics arbeitet am Versuchsreaktor Aalo-X im Idaho National Laboratory, der Mitte 2026 die Kritikalität erreichen soll. Angesichts der Tatsache, dass der Bau eines Kernreaktors in den USA über 10 Jahre dauern kann, wird erwartet, dass solche Technologien die Branche erheblich beschleunigen könnten.





