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mRNA-Krebsimpfstoff von Moderna und Merck erzielt 49 % Erfolg

5-Jahres-Daten bei Hochrisiko-Melanom-Patienten zeigen: Die mRNA-Therapie senkt das Rückfall- und Sterberisiko um fast die Hälfte.


21.01.2026 07:08|0|126|Google News
mRNA-Krebsimpfstoff von Moderna und Merck erzielt 49 % Erfolg

Moderna und Merck gaben bekannt, dass ihre experimentelle mRNA-basierte Krebstherapie langfristig anhaltende Vorteile bietet. Ergebnisse einer fünfjährigen Nachbeobachtung bei Patienten mit Hochrisiko-Melanom (Hautkrebs) zeigen, dass die Behandlung das Risiko eines Rückfalls oder des Todes um 49 % senkte.

mRNA-Krebsimpfstoff von Moderna und Merck erzielt 49 % Erfolg

Personalisierter Ansatz

Diese Daten aus der Phase-2b-Studie KEYNOTE-942 gelten als wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung von mRNA-basierten Krebsimpfstoffen, die auf die spezifischen Mutationen im Tumor jedes Patienten abzielen. Die Behandlung umfasst die kombinierte Anwendung des personalisierten Impfstoffs von Moderna namens Intismeran Autogene, der sich noch in der Forschungsphase befindet, und des bereits eingesetzten Immuntherapeutikums Keytruda von Merck.

In den Fünf-Jahres-Ergebnissen wurde für die Kombinationstherapie eine Hazard Ratio von 0,510 gemessen (95 %-Konfidenzintervall: 0,294–0,887). Dieser Effekt setzte sich konsistent mit der im Dezember 2023 veröffentlichten Dreijahres-Datenlage fort, die ebenfalls eine Risikoreduktion von 49 % zeigte.

Kyle Holen, Leiter der Onkologie und therapeutischen Entwicklung bei Moderna, erklärte, dass die fünfjährigen Nachbeobachtungsergebnisse das Potenzial für einen langfristigen Nutzen der Kombination aus Intismeran Autogene und Keytruda bei Patienten mit chirurgisch entferntem Hochrisiko-Melanom belegen.

Intismeran Autogene ist ein therapeutischer Krebsimpfstoff, der basierend auf den Mutationen in der Tumor-DNA des Patienten entwickelt wurde. Diese mRNA-basierte Therapie zielt darauf ab, das Immunsystem gegen den Tumor zu mobilisieren, indem sie bis zu 34 patientenspezifische Neoantigene kodiert.

Laut Mitteilung der Unternehmen blieb das Sicherheitsprofil der Behandlung mit den bisherigen Erkenntnissen konsistent. An der KEYNOTE-942-Studie nahmen 157 Patienten mit Hochrisiko-Melanom im Stadium III und IV teil, deren Tumoren chirurgisch vollständig entfernt worden waren.

Dr. Marjorie Green, Leiterin der klinischen Entwicklung in der Onkologie bei den Merck Forschungslaboren, wies darauf hin, dass das Rückfallrisiko nach einer Operation in dieser Patientengruppe hoch sei. Die Fünf-Jahres-Daten seien vielversprechend, und man erwarte gespannt die Ergebnisse der fortgeschrittenen Phasen des INTerpath-Klinikprogramms, das gemeinsam mit Moderna durchgeführt wird.

Studien für weitere Krebsarten laufen

Für die Zukunft treiben Moderna und Merck ein umfangreiches klinisches Programm voran. Neben dem Melanom laufen acht Phase-2- und Phase-3-Studien, die die Kombinationstherapie bei verschiedenen Krebsarten wie nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, Blasenkrebs und Nierenzellkarzinom untersuchen. Die Phase-3-Studie zur adjuvanten Melanom-Behandlung hat die Patientenrekrutierung bereits abgeschlossen; die Ergebnisse werden in den kommenden Jahren erwartet.

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