Die Artemis-II-Mission der NASA, die einen bemannten Flug um den Mond vorsieht, erregte nicht nur durch die Weltraumforschung Aufmerksamkeit, sondern auch durch die Demonstration der Grenzen alltäglicher Technik. Während der Mission trat ein Softwareproblem im Zusammenhang mit Microsoft Outlook auf den tragbaren Computersystemen der Astronauten auf.
Während einer Live-Übertragung meldete ein Astronaut im Orion-Raumschiff, dass zwei gleichzeitig laufende Outlook-Versionen auf seinem Gerät funktionsunfähig geworden seien, und bat die Bodenkontrolle um Unterstützung.
„Zwei Outlooks vorhanden und beide funktionieren nicht“
In einem Gespräch mit dem Kontrollzentrum in Houston beschrieb der Astronaut Reid Wiseman die Situation wie folgt: „Ich sehe, dass ich zwei Microsoft Outlooks habe, und beide funktionieren nicht.“ Ähnliche Probleme traten auch bei Nutzern auf der Erde mit den Versionen Outlook (Neu) und Outlook (Klassisch) auf.
Das Bodenkontrollteam bat daraufhin um Erlaubnis, sich aus der Ferne mit den betroffenen Geräten zu verbinden. NASA-Ingenieure verfügen über die Infrastruktur, um per Fernzugriff auf die sogenannten Portable Computing Devices (PCD) zuzugreifen. In den Gesprächen wurde zudem eine Software namens „Optimus“ erwähnt, zu der jedoch keine Details vorliegen.
Problem gelöst, gewissermaßen
Nach etwa einer Stunde Arbeit wurde gemeldet, dass Outlook wieder geöffnet werden konnte. Dass das System als „offline“ angezeigt wurde, wurde als normal eingestuft.
Die Systemarchitektur der NASA besteht aus zwei Ebenen. Während kritische Flugsysteme auf strahlungsresistenter Hardware und hochsicherer Software laufen, wird für den Alltag der Astronauten COTS-Software (Commercial Off-The-Shelf) eingesetzt. Windows-basierte Systeme und Outlook dienen dazu, Missionspläne zu prüfen, die persönliche Kommunikation aufrechtzuerhalten und Daten zu verfolgen.





