Die taiwanesische Regierung hat eine klare Antwort auf die Erwartung gegeben, 40 Prozent der Halbleiterproduktion in die USA zu verlagern. Die stellvertretende Premierministerin Cheng Li-chiun erklärte, man habe Washington deutlich gemacht, dass ein Produktionstransfer in dieser Größenordnung „unmöglich“ sei.
Taiwans deutliche Antwort an die USA
Zur Einordnung: Taiwan deckt heute etwa 90 Prozent der weltweiten Produktion von fortschrittlichen Halbleitern ab. Die Verlagerung eines Großteils dieser über Jahrzehnte aufgebauten Infrastruktur wird als Risiko gesehen, das nicht nur die Lieferkette, sondern die gesamte Wirtschaft des Landes beeinträchtigen könnte. Beamte stellten klar, dass es für ein solches Szenario keine logische Grundlage gibt.
Cheng Li-chiun betonte, dass die fortschrittlichsten Produktionstechnologien aufgrund der Forschungs- und Entwicklungsprozesse im Land bleiben müssen. Sie erklärte, dass die Tür für internationale Investitionen nicht völlig geschlossen sei, diese Expansion jedoch so geplant werde, dass die Produktion und die F&E-Aktivitäten in Taiwan nicht geschwächt werden.
Auf US-Seite halten die Sorgen über die geografische Konzentration der Halbleiterproduktion an. US-Handelsminister Howard Lutnick betrachtet die Konzentration der Chipfertigung in der Nähe von China als strategisches Risiko. Washingtons Ziel ist es, langfristig einen Anteil von 40 Prozent an der weltweiten Produktion fortschrittlicher Halbleiter zu erreichen.
Dennoch ist die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern nicht gänzlich zum Erliegen gekommen. Während die USA im vergangenen Monat die Zölle auf Exporte aus Taiwan senkten, sagte Taiwan verstärkte Investitionen in den USA zu. Die laufenden Fabrikprojekte von TSMC in Arizona mit einem Gesamtwert von 165 Milliarden Dollar sind die konkretesten Beispiele für diese Kooperation.





