Der Gaming-Riese Ubisoft hat einen radikalen Plan angekündigt, der das Unternehmen grundlegend verändern soll. Die Geschäftsführung sorgt mit einer Rückkehrpflicht ins Büro, neuen Entlassungen und Projektabbrüchen für Aufsehen in der Branche.
Dieser umfassende Umstrukturierungsprozess begann schmerzhaft. Insgesamt wurden sechs Projekte komplett eingestellt, darunter das lang erwartete Prince of Persia: Sands of Time Remake. Zudem wurde der Release von sieben weiteren Spielen verschoben.
Warum führt Ubisoft die Rückkehrpflicht ins Büro ein?
Das Unternehmen beendet das seit der Pandemie verbreitete Homeoffice-Modell. Für die Mitarbeiter wurde eine 5-Tage-Woche im Büro zur Pflicht. Das Arbeiten von zu Hause aus ist kein Standardrecht mehr, sondern wurde durch ein spezielles Kontingentsystem, ähnlich wie bei Krankheitstagen oder Urlaub, stark eingeschränkt.
Die Führungskräfte argumentieren, dass diese Entscheidung die Zusammenarbeit zwischen den Teams fördern wird. Branchenexperten interpretieren diesen Schritt jedoch als versteckte Entlassungsstrategie. Es wird vermutet, dass Mitarbeiter, die nicht ins Büro zurückkehren können, zur Kündigung gedrängt werden.
Neue Struktur und geschlossene Studios
Das Unternehmen stellt auf ein Modell mit fünf separaten „Creative Houses“ um. Im Zuge dessen wurden die Studios in Halifax und Stockholm geschlossen. In Einheiten wie Abu Dhabi und Massive kam es zu Verkleinerungen. Weitere Entlassungen werden für Februar erwartet.
Im Rahmen von Sparmaßnahmen wird eine Kostensenkung von 200 Millionen Euro angestrebt. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Organigramm massiv vereinfacht und einige Stellen werden komplett gestrichen.
Investitionen in Künstliche Intelligenz steigen
Während das Unternehmen schrumpft, beschleunigt es gleichzeitig seine Technologieinvestitionen. Insbesondere spielerorientierte, generative KI-Technologien stehen im Mittelpunkt der neuen Strategie.
Eine neue Abteilung namens „Core Services“ wird für Game-Engines und Online-Dienste zuständig sein. Diese Einheit wird zudem die KI-Integration leiten und die Produktionsprozesse optimieren.





