Steigende Preise auf dem Markt für Computer-Hardware haben ein neues und wachsendes Problem mit sich gebracht. Insbesondere mit dem deutlichen Preisanstieg bei DDR5-Speichern in letzter Zeit wird berichtet, dass gefälschte RAM-Module auf dem Markt immer häufiger werden. In asiatischen Märkten wurde festgestellt, dass in echt aussehenden DDR5-Speichern anstelle echter DRAM-Chips Plastikteile verwendet wurden. Bei einigen Produkten wird berichtet, dass die Stromkreise fehlerhaft oder inkompatibel platziert sind.
Gefälschtes Modul mit Samsung-Etikett enthält SK Hynix-Chips
Ein Vorfall, den ein Nutzer in Japan auf der X-Plattform teilte, zeigte das Ausmaß der Situation. Das vom Nutzer gekaufte 16 GB DDR5 SO-DIMM-Speichermodul erwies sich als komplette Fälschung, obwohl es die Marke Samsung trug. Bei der Untersuchung der Bilder fällt auf, dass die goldenen Anschlüsse auf dem Modul von Standardprodukten abweichen und die Kantenstruktur ungewöhnlich abgerundet ist.
Ein noch auffälligeres Detail ist, dass die Speicherchips auf dem Produkt von SK Hynix anstelle von Samsung stammen. Es gibt also eine direkte Diskrepanz zwischen dem Etikett und den Hardwarekomponenten. Während erfahrene Nutzer solche Details bemerken können, ist es für Durchschnittsverbraucher sehr schwer, gefälschte Produkte zu erkennen.
Da bei DDR5-Speichern für Desktop-Systeme oft große Kühlblöcke verbaut sind, wird die Situation noch komplizierter. Die Nutzer können die eigentlichen Komponenten auf den RAM-Modulen nicht sehen. Dies führt dazu, dass gefälschte Produkte oft erst erkannt werden, wenn das System nicht startet oder das Modul physisch zerlegt wird.
Laut Experten zeigt sich hier auch die größte Gefahr von gefälschten Speichern. Diese Module, die echten Produkten optisch sehr ähnlich sind, können zu Hardwareausfällen in den Systemen der Nutzer führen.
Nach Grafikkarten und Prozessoren gerät nun RAM ins Visier
Fälle von Produktfälschungen sind in der Hardwarebranche nicht neu. Zuvor waren bereits gefälschte Grafikkarten und Prozessoren ein Thema. Insbesondere durch die steigende Nachfrage der Künstlichen Intelligenz-Branche nach Hochleistungshardware ist ein deutlicher Preisanstieg bei GPUs und anderen Komponenten zu verzeichnen.
Es wird berichtet, dass einige Betrüger aus asiatischen Märkten ausgebaute oder defekte PCBs sammeln und diese als funktionierende Grafikkarten verkaufen. Die echten GPU-Kerne sollen hingegen an KI-Unternehmen weitergeleitet und in Dual-Slot-Serverdesigns wiederverwendet werden.
Dass diese Methoden nun auf den DDR5-Speichermarkt übertragen werden, stellt eine neue Bedrohung dar, insbesondere für Nutzer, die ihre eigenen PCs zusammenbauen. Hardware-Experten betonen, dass Nutzer beim Online-Shopping besonders vorsichtig sein müssen. Es wird empfohlen, Verkäuferbewertungen, vergangene Angebote, Nutzerkommentare und Produktbilder detailliert zu prüfen. Es wird darauf hingewiesen, dass das Fälschungsrisiko besonders hoch ist, wenn DDR5-Speicher deutlich unter dem Marktpreis verkauft werden.





