Die Verlangsamung auf dem Smartphone-Markt beginnt, die Dynamik im Halbleitersektor zu verändern. Jüngsten Informationen zufolge hat sich die Reduzierung der 4nm- und 5nm-Produktionskapazitäten von Qualcomm und MediaTek bei TSMC zu einer bedeutenden Chance für AMD entwickelt. Es wird berichtet, dass das Unternehmen die Produktion insbesondere bei Prozessoren auf Basis älterer Zen-Generationen gesteigert hat.
AMD nutzt frei gewordene TSMC-Kapazitäten
Branchenquellen zufolge steht der globale Smartphone-Markt weiterhin vor einer ernsten DRAM-Krise. Da die meisten Speicherhersteller ihre Kapazitäten für HBM-Speicher mit hoher Bandbreite für den KI-Bereich reservieren, stehen insbesondere Hersteller von Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones unter erheblichem Kostendruck.
Den Berichten zufolge machen heutzutage etwa 54 Prozent der Gesamtkosten eines Einsteiger-Smartphones allein die DRAM- und NAND-Komponenten aus. Dies erschwert es den Herstellern, die Preise zu erhöhen, und führt zu einem Nachfragerückgang. Infolge dieser Entwicklungen haben Qualcomm und MediaTek begonnen, ihre 4nm- und 5nm-Bestellungen bei TSMC zu reduzieren.
Der Produktionsrückgang soll bei etwa 20.000 bis 30.000 Wafern liegen, was 15 bis 20 Millionen Mobilchips entspricht. Die frei werdende Kapazität stellt für AMD eine neue Chance dar. AMD-CEO Lisa Su bestätigte in der jüngsten Bilanzkonferenz, dass das Wachstum des Unternehmens maßgeblich auf den Prozessor-Auslieferungen basiert. Su erklärte, dass man nicht nur bei der High-End-Turin-Familie, sondern auch bei den Genoa-Prozessoren mit Zen-Architektur hohe Auslieferungszahlen erreicht habe.
Besonders durch die hohe Ausbeute im 5nm-Fertigungsprozess wird AMD ein Kostenvorteil zugeschrieben. So hat sich der Rückgang im Smartphone-Markt, gepaart mit der steigenden Nachfrage nach Rechenzentrums- und Serverprozessoren, zu einer neuen Chance für AMD entwickelt.





