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Anthropic verklagt Pentagon: Juristischer Kampf beginnt

Anthropic klagt gegen die Einstufung als „Lieferkettenrisiko“ durch das US-Verteidigungsministerium und sieht verfassungsmäßige Rechte verletzt.


11.03.2026 04:25|0|1|Google News
Anthropic verklagt Pentagon: Juristischer Kampf beginnt

Das KI-Unternehmen Anthropic hat gegen das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) geklagt, nachdem es aus Gründen der nationalen Sicherheit in die Kategorie „Lieferkettenrisiko“ eingestuft wurde. Das Unternehmen macht geltend, dass diese Entscheidung rechtswidrig sei und gegen die verfassungsmäßig garantierten Rechte auf freie Meinungsäußerung und ein faires Verfahren verstoße.

Anthropic verklagt Pentagon: Juristischer Kampf beginnt

Erwartete Klage eingereicht

Anthropic, unter der Leitung von Dario Amodei, betonte, dass der Versuch der Regierung, das Unternehmen durch eine solche Entscheidung zu bestrafen, ein beispielloser und rechtswidriger Akt sei. Das Unternehmen erklärte: „Die Verfassung erlaubt es der Regierung nicht, ihre enorme Macht einzusetzen, um ein Unternehmen aufgrund geschützter freier Meinungsäußerung zu bestrafen.“


Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass der rechtliche Schritt nicht bedeute, vom Ziel des Schutzes der nationalen Sicherheit abzuweichen: „Dies ist ein notwendiger Schritt, um unser Geschäft, unsere Kunden und unsere Partner zu schützen. Wir werden weiterhin alle Wege, einschließlich des Dialogs mit der Regierung, ausschöpfen, um eine Lösung zu finden.“

Was ist passiert?

Dieser Schritt folgt auf wochenlange Spannungen zwischen Anthropic und der US-Regierung. Ende Februar hatten das Verteidigungsministerium und Minister Pete Hegseth das Unternehmen aufgefordert, bestimmte KI-Sicherheitsmaßnahmen aufzuheben. Amodei hatte zuvor klargestellt, dass das Unternehmen die Nutzung seiner Modelle für Massenüberwachung oder die Entwicklung autonomer Waffen nicht zulassen werde.


Als die Frist am 27. Februar ablief, wich Amodei nicht von seinem Kurs ab. Daraufhin drohte Hegseth damit, das Unternehmen auf die Liste der Lieferkettenrisiken zu setzen und einen Regierungsauftrag im Wert von 200 Millionen Dollar zu stornieren. In dieser Phase einigte sich OpenAI schnell mit dem Verteidigungsministerium. OpenAI-CEO Sam Altman ließ eine Klausel in den Vertrag aufnehmen, wonach das System nicht absichtlich zur Überwachung von US-Bürgern eingesetzt wird.

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