Wissenschaftler haben in den Wolken, die von der Oberfläche des Saturnmondes Enceladus aufsteigen, neue organische Verbindungen entdeckt. Diese neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für Leben auf dem Mond erheblich gestiegen ist.
Neue organische Verbindungen auf Enceladus entdeckt
Enceladus sticht unter den Himmelskörpern hervor, die potenziell Leben beherbergen könnten. Eine riesige Eruption aus Eispartikeln und Dampf, die am Südpol des Mondes aus dem Untergrund aufsteigt, wurde erstmals von der 2017 beendeten Cassini-Mission entdeckt.
Später beobachtete auch das James-Webb-Weltraumteleskop dieses Phänomen und stellte fest, dass sich die Wolke etwa 9.600 Kilometer in den Weltraum erstreckt. Wissenschaftler vermuten, dass die Quelle dieses Materials ein salziger Ozean unter der Eiskruste von Enceladus ist.
Forscher analysierten die Daten der Cassini-Sonde eingehend und gaben bekannt, in dieser Eruption bisher unbeobachtete organische Moleküle gefunden zu haben. Dr. Nozair Khawaja, Planetenwissenschaftler an der Freien Universität Berlin und Hauptautor der Studie, erklärte, dass diese Ergebnisse auf komplexere chemische Prozesse unter der Oberfläche von Enceladus hindeuten als bisher angenommen. Khawaja fügte hinzu, dass diese Komplexität die Wahrscheinlichkeit für Leben erhöht.
Laut Khawaja beweisen diese Ergebnisse zwar nicht die Existenz von Leben auf Enceladus, deuten aber auf komplexe chemische Pfade hin, die zur Bildung biologisch relevanter Substanzen führen könnten.





