TechSpielWelt

Weltraumreisen verändern die Gehirnstruktur: Neue Studie

Eine im Januar 2026 veröffentlichte Studie belegt, dass die Zeit im All zu physischen Deformationen des Gehirngewebes führt und diese Effekte anhalten können.


02.02.2026 07:27|0|69|Google News
Weltraumreisen verändern die Gehirnstruktur: Neue Studie

In einer Zeit, in der wir von interplanetaren Reisen und der Gründung von Kolonien im Weltraum träumen, hat eine neue Entdeckung aus der Wissenschaftswelt ein kritisches Hindernis für diese Ziele offenbart. Die Auswirkungen der Raumfahrt auf den menschlichen Körper waren bekannt; doch eine neue, im Januar 2026 veröffentlichte Studie beweist, dass die Schwerelosigkeit die Gehirnstruktur von Astronauten direkt verändert.


Die von Forschern der University of Florida, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie des NASA Johnson Space Centers durchgeführte Studie zeigt, dass sich das Gehirn nicht nur innerhalb des Schädels verschiebt, sondern dass das Gewebe selbst physische Deformationen erleidet.


Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, verglichen die Wissenschaftler die MRT-Scans von 26 Astronauten, die im Weltraum waren, mit denen von 24 Personen, die auf der Erde an Experimenten zur Simulation von Weltraumbedingungen teilnahmen. Die Ergebnisse zeigten, dass sich das Gehirn der Astronauten, die Zeit im All verbrachten, nach oben und hinten verschob. Besonders interessant war, dass sich diese Deformationen auf Regionen konzentrierten, die für die Bewegungskoordination und die Verarbeitung sensorischer Informationen verantwortlich sind. Diese physische Veränderung wurde zur Hauptursache für Probleme wie Orientierungslosigkeit und die Raumkrankheit, unter denen Astronauten leiden. Die Probleme enden nicht mit der Rückkehr zur Erde; das deformierte Gehirngewebe führt nach der Landung zu ernsthaften Gleichgewichtsstörungen.

Langzeitmissionen und dauerhafte Risiken

Die vielleicht besorgniserregendste Erkenntnis der Studie ist, dass diese Veränderungen im Gehirn mit zunehmender Dauer des Aufenthalts im Weltraum deutlich ausgeprägter werden. Obwohl aktuelle Daten darauf hindeuten, dass das Gehirn etwa sechs Monate nach der Rückkehr zur Erde seine alte Form zurückgewinnt, könnten geplante permanente Basen auf dem Mond oder jahrelange Marsreisen diesen Prozess in eine ganz andere Dimension führen. Zudem hatten frühere Studien bereits gezeigt, dass Raumflüge zu einer Erweiterung der Hohlräume im Gehirn führen können, deren Heilung manchmal Jahre dauert. Ein weiterer Bericht aus dem Jahr 2024 bewies, dass Astronauten bereits nach nur drei Tagen im All Anzeichen eines kognitiven Abbaus zeigten.


Dieses Bild baut eine biologische Mauer vor einer Zukunft auf, in der wir wie in Science-Fiction-Filmen einfach von einem Planeten zum anderen springen. Die NASA bereitet sich darauf vor, nach 50 Jahren die erste bemannte Mission zum Mond durchzuführen und dort eine permanente Forschungsstation zu errichten. Es bleibt jedoch ein großes Fragezeichen, wie ein Gehirn, dessen Orientierungssinn gestört ist und das Schwierigkeiten bei der Verarbeitung sensorischer Daten hat, in der unerbittlichen Umgebung des Weltraums überleben soll. Darüber hinaus ist ungewiss, wie „gewöhnliche“ Menschen im Zuge des aufkommenden Weltraumtourismus auf diese Deformationen reagieren werden.


Die eigentliche Frage, die uns in der Zukunft erwartet, lautet: Wenn ein Mensch niemals zur Erde zurückkehrt und theoretisch auf dem Mond oder dem Mars lebt, wie wird sich sein Gehirn mit der Zeit verändern? Diese zerstörerische, aber ebenso faszinierende Wirkung der Raumfahrt auf das Gehirn erinnert uns daran, dass wir Wege finden müssen, unsere eigene Biologie zu schützen, bevor wir uns in die Tiefen des Universums vorwagen.

Teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare (0)

Kommentare werden geladen...

Einen Kommentar hinterlassen

Kategorien

Yükleniyor...

Folge uns

👍