Portugal bereitet sich darauf vor, ein neues Projekt zu beherbergen, das seine führende Position im Bereich der erneuerbaren Energien stärken wird. Das geplante 1-Megawatt (MW) Landwellenkraftwerk am Barra do Douro Wellenbrecher in Porto, an der Nordküste des Landes, hat die kritischen technischen Phasen erfolgreich abgeschlossen und grünes Licht für den Umsetzungsprozess erhalten. Nach seiner Fertigstellung wird das Projekt das weltweit erste Landwellenkraftwerk im Megawatt-Maßstab sein.
Der in Schweden ansässige Entwickler von Landwellenenergie, Eco Wave Power Global AB, gab bekannt, dass die detaillierten Wellen- und Strukturlastanalysen für die Installation in Porto abgeschlossen sind. Die Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit MetOcean Consult aus Rotterdam durchgeführt, einem Experten für die numerische Modellierung von Wellen, Strömungen und marinen Umweltbedingungen. Eco Wave Power reichte am 8. Januar 2026 den umfassenden Umsetzungsplan für das Porto-Projekt ein. Dieser Schritt gilt als kritische Schwelle für den Übergang des Projekts von der Planungsphase in den eigentlichen Bauprozess.
Netzanbindung noch in diesem Jahr
Die 1-MW-Anlage in Porto ist das erste Projekt im Megawatt-Maßstab, das im Rahmen der mit APDL unterzeichneten Konzessionsvereinbarung über insgesamt 20 MW von Eco Wave Power realisiert wird. In dieser Hinsicht stellt das Kraftwerk einen wichtigen Meilenstein in der langfristigen Wachstums- und Expansionsstrategie des Unternehmens dar.
Das Unternehmen positioniert den Standort Porto als Vorzeigeprojekt. Ziel ist es, die kommerzielle Realisierbarkeit der in die bestehende Küsteninfrastruktur integrierten Landwellenenergietechnologie zu demonstrieren. Sofern alle endgültigen Genehmigungen vorliegen, soll das Kraftwerk im Laufe des Jahres 2026 an das Stromnetz angeschlossen werden.
Das Wellenenergiesystem wird in einen Teil des Wellenbrechers integriert, der lokal als „The Gallery“ bekannt ist. Durch die direkte Platzierung der Ausrüstung an der vorhandenen Meeresstruktur sollen die Umweltauswirkungen verringert, die Wartungsprozesse vereinfacht und die Gesamtkosten gesenkt werden.
Die Reise von Eco Wave Power zur Stromerzeugung aus der Bewegung von Küstengewässern begann im Jahr 2012. Das Grundprinzip bleibt gleich: Plattformen, die an einem Wellenbrecher oder einer Küsteninfrastruktur befestigt sind, heben und senken sich mit der Bewegung der Wellen. Diese Bewegung transportiert über Hydraulikkolben Flüssigkeit zu einem landseitigen Akkumulator. Die komprimierte Hydraulikflüssigkeit wird dann freigesetzt, um einen Generator zur Stromerzeugung anzutreiben. Eco Wave Power gibt an, dass ihre Systeme rund um die Uhr arbeiten können, während die Bojen bei Sturm, Taifun oder extremen Wellenbedingungen zum Schutz angehoben werden können.





