Der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter, TSMC, bereitet sich auf die Massenproduktion von 3-Nanometer-Chips (3nm) in Japan vor, einer der fortschrittlichsten Fertigungstechnologien. CEO C.C. Wei gab am Donnerstag bekannt, dass dieser technologische Schritt in der Region Kumamoto im Süden Japans erfolgen wird. Laut lokalen Medienberichten beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 17 Milliarden US-Dollar.
Bisher fertigte TSMC seine fortschrittlichsten Chips ausschließlich in Taiwan, während sich die japanischen Standorte eher auf reifere Produktionsprozesse konzentrierten. Der neue Plan wird Japan in die Riege der Länder aufnehmen, die 3nm-Chips produzieren, welche vor allem in Hochleistungsrechnern und KI-Servern zum Einsatz kommen.
KI-Boom beschleunigt Investitionsentscheidung
Die rasant steigenden Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz haben das Wachstum von TSMC, das Giganten wie Nvidia beliefert, beschleunigt. Als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Asiens konnte sich TSMC in diesem Prozess gegen seine Wettbewerber durchsetzen. Das Unternehmen plant, eine ähnliche Technologie in seinem zweiten Werk in Arizona im Jahr 2027 in Betrieb zu nehmen.
Bei einem Treffen mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi in Tokio betonte Wei, dass das Werk in Kumamoto nicht nur die Produktionskapazität erhöhen, sondern auch eine strategische Basis für Japans KI-Ökosystem bilden werde. Premierministerin Takaichi erklärte, dass 3nm-Chips für die wirtschaftliche Sicherheit von großer Bedeutung seien.
Ursprünglich hatte TSMC für dieses zweite Werk eine Investition von 12,2 Milliarden US-Dollar für Fertigungskapazitäten im Bereich von 6 bis 12 nm geplant. Japan hatte für dieses Projekt bereits Anreize geschaffen, doch im Zuge des neuen Plans könnten zusätzliche Förderungen bereitgestellt werden. Der Baubeginn der Fabrik wurde bereits im vergangenen Monat bekannt gegeben.





